Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:02

von Michael Pfabigan

Zu tief für die Parteipresse. Michael Pfabigan über Anton Brunners (FPÖ) verbale Ausritte im Gemeinderat.

Ja, man muss über die Ängste rund um die Aufnahme von Flüchtlingen reden dürfen, man muss seinen Sorgen Ausdruck verleihen dürfen. Und man muss die Befürchtungen der Bürger ernst nehmen. Die Angst vor dem Unbekannten, vor Veränderung und vor Neuem ist für viele eine große Herausforderung.

Von Politikern sollte man aber mehr erwarten, als dass sie einfach nachplappern, was an den Stammtischen besprochen wird.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung tat sich FPÖ-Gemeinderat Anton Brunner damit hervor, dass er in bester Facebook-Manier bauchgesteuerte xenophobe Behauptungen über Moslems und Flüchtlinge in den Raum stellte, ohne sie mit dem Hirn zu überprüfen. Und er ließ die Relationen außer Acht: 100 bis 200 Flüchtlinge in der Stadt sind noch keine Flutwelle.

Lieber Gemeinderat Brunner: Die Bürger bezahlen Sie dafür, dass Sie sich in Thematiken einarbeiten, dass Sie sich mit Problemfeldern auseinandersetzen und dass Sie an einer Lösung mitarbeiten. Einfach nachzuplappern, was selbst der blauen Parteipresse zu tief ist, ist zu wenig.