Erstellt am 08. September 2015, 08:51

von Michael Pfabigan

Niederungen des Alltags. Michael Pfabigan über die Zeit nach der Welle der Hilfsbereitschaft.

Das Wochenende zeigte uns jenes Österreichbild, das wir gerne sehen: Menschen sind in Not, kommen und wir helfen ihnen. Auch aus dem Bezirk Mistelbach fuhren Helfer nach Nickelsdorf und zum Westbahnhof, um den aus Ungarn kommenden Flüchtlingen einen würdigen Transit zu ermöglichen.

Und auch für die Flüchtlinge, die schon da sind und jene, die noch kommen werden, wird gespendet, gesammelt und gebaut, die Welle der Hilfsbereitschaft ist, trotz oder wegen mancher Nachrichten in unsozialen Abteilungen der sozialen Netzwerke, enorm.

Wie kann es gelingen, diesen Schwung in die „Niederungen des Alltages“ mitzunehmen? Wenn die direkte Betroffenheit vorbei ist, wenn alle wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt sind und wenn die Hilfsbereitschaft-Skeptiker an den Stammtischen aufs Neue laut werden?

Patentrezept dafür gibt es keines: Aber wenn man sich den Willen zum Helfen mit Blick auf die Realität und Rückgrat gegen die Kritiker erhält, sollte es gelingen.