Erstellt am 10. Januar 2018, 05:00

von Dominik Siml

Selbst suchen und erkennen. Dominik Siml über die laufende Transferzeit im Weinviertel.

In Kronberg ging ein Janecek, auf Anraten folgte sein Stiefbruder. Kreuttals Florian Jagitsch brachte Neo-Schlussmann Holger Paasche ins Spiel, Alexander Schütz seinen neuen Übungsleiter bei Ulrichskirchen ins Gespräch. In der aktuellen Übertrittszeit ist ein Muster zu erkennen: Immer wieder entstehen Transfer nach dem Motto „Der eine Spieler kennt den, der andere hat wieder einen Bekannten“, und so greift ein Rädchen ins nächste.

Oft entstehen Wechselgeschichten also durch Dritte, immer seltener wird der „normale“ Weg des Akteure-Beobachtens genommen. Warum? Vielleicht ist zu wenig Zeit, vielleicht werden die Prioritäten anders gesetzt. Vielleicht sehen es viele Sektionsleiter auch gar nicht als ihre Aufgabe, neue Spieler zu scouten. Kennt man dann aber nicht ohnehin Gott und die Welt und hat sich über die Jahre eine breite Basis an Kontakten aufgebaut, ist man fast schon auf die Hilfe aus den eigenen Reihen bzw. auch auf Fremde angewiesen.

Die Verantwortlichen – zumindest jene bei Vereinen, die höhere sportliche Ambitionen hegen – täten gut daran, wieder öfters selbst auf den Plätzen anwesend zu sein und sich ein Bild zu machen. Spieler, die ohnehin bekannt sind, sind auch gefragt. Diamanten muss man selbst suchen und erkennen.