Erstellt am 22. Juni 2016, 03:40

von Peter Sonnenberg

Sowas ist leider selten geworden. Peter Sonnenberg über ein Derby der ganz besonderen Art.

Zwei Spiele, über 1.000 Fans - Zahlen, die normalerweise selbst ein Landesligist in Niederösterreich schwer erreicht.

Und wir reden hier vom 3.-Klasse-Derby zwischen Schletz und Michelstetten. Oder wie es Michelstettens Trainer Roman Haas launig ausdrückt: „Das ,El Clasico‘ des Weinviertels.“

Nach den sensationellen 700 Zuschauern im letzten Herbst fanden beim Nachtragsspiel am Samstag immerhin auch über 300 Besucher den Weg auf den Sportplatz des USC Schletz. Und das, obwohl am selben Tag der EM-Vorrundenkracher Österreich gegen Portugal stattfand.

Den Reiz dieses Spiels in der untersten Klasse des NÖFV macht die gesunde und seit Jahren gewachsene Rivalität der zwei Ortschaften im Asparner Gemeindegebiet aus. Viele einheimische Spieler, vor allem bei Michelstetten, sorgen für eine tiefe Verbindung in den Orten.

Gepaart mit der rührigen Organisation ist dieses Traditionsduell ein Fixpunkt im Terminkalender vieler Weinviertler Fußballfans.

Weil es Amateurfußball in seiner schönsten Form ist. Und das sollte vielen anderen Vereinen, auch in den höheren Klassen, als Vorbild dienen. Denn diese Art des Fußballs wird immer ziehen. Sie wird aber auch immer seltener.