Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Und was wurde verhindert?. Michael Pfabigan über die Pillichsdorfer Volksbefragung.

Die Pillichsdorfer haben am Wochenende Nein zum Ausbau des autobahnnahen Gewerbegebietes beim Reuhof gesagt, und sie haben recht damit. Denn der Wähler irrt bekanntlich nicht.

Ob sie allerdings mit der denkbar knappen Absage an das Projekt der Post, die bis zu 300 Arbeitsplätze dort schaffen hätte wollen, irgendetwas von den befürchteten negativen Auswirkungen für den Ort verhindert haben, ist fraglich. Denn es ist leider so: Wenn’s der eine nicht will, will‘s vielleicht der Nachbar. Durchaus möglich, dass Post und ecoplus mit dem Projekt eine Autobahnabfahrt weiter wandern. Dann hat Pillichsdorf denselben Verkehr, dafür aber keine Kommunaleinnahmen.

Ein Beispiel aus der Region gefällig? Gerasdorf wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die geplante Raststation an der S2. Die Straßenplaner zogen ihre Konsequenzen, verschoben das Projekt nach Deutsch-Wagram, das sich jetzt über die Einnahmen freuen darf, während Gerasdorf nur eine Autobahnauffahrt, den Lärm und sonst nichts bekam.