Erstellt am 20. April 2017, 11:17

von Dominik Siml

Vom Mittelmaß zum Meistertitel?. Dominik Siml über die bis dato starke Rückrunde des SC Laa.

Vier Runden sind gespielt, und plötzlich ist Laa wieder im Titelrennen dabei. Von den Verantwortlichen will das freilich keiner hören, da hat die „Von Spiel zu Spiel schauen“-Taktik oberste Priorität. Laa hat im Frühjahr aber bereits sieben Punkte auf andere Titelanwärter wie zum Beispiel Prottes oder Neusiedl gutgemacht – und das in vier Spielen.

Aber was macht die Thermenstädter eigentlich momentan so stark? Trainer Ewald Jenisch dürfte im Winter gut gearbeitet haben, denn seine Mannen stehen defensiv sicherer und schossen vorne in jedem Spiel mindestens ein Tor. Was dabei auffällt: Laa ließ es im Frühjahr zehnmal im gegnerischen Kasten klingeln und konnte sechs verschiedene Torschützen feiern. Man ist also nicht abhängig von einem „Super-Knipser“.

Was einem noch sofort ins Auge sticht, sind die Comeback-Qualitäten. Sowohl gegen Hohenau (0:1) als auch gegen Tulln (0:2) lag man zurück, beide Male gewannen die Jenisch-Jungs mit 4:2. Laa kann also im Schlussdrittel körperlich immer noch zulegen, und was man spielerisch drauf hat, dürfte inzwischen sowieso die ganze Liga wissen. Mit dem perfekten Start und der „Wir haben keinen Druck“-Philosophie könnten sich die Grenzstädter am Ende sogar vom Mittelmaß zum Meisterkandidaten entwickeln.