Erstellt am 20. Januar 2016, 05:03

von Michael Pfabigan

Zahlenspiele bringen nichts. Michael Pfabigan über die Rechenakrobatik der Wolkersdorfer ÖVP.

Der Wähler ist nicht deppert, der Wähler hat immer recht. Und auch, wenn einem ein Wahl- oder Abstimmungsergebnis nicht gefällt – das ist Demokratie.

Dass die ÖVP-SPÖ-Mehrheit im Wolkersdorfer Gemeinderat die Volksbefragung zum Platz der Generationen nicht wollte, daraus machte sie nie einen Hehl. Dass sie jetzt das Befragungsergebnis quasi mit „Is eh egal“ abtut und einfach weitermacht, als ob es nie eine Befragung gegeben hätte, ist nicht klug.

Zu argumentieren, jene, die nicht zur Volksbefragung gegangen seien, seien eh für das Projekt, ist schlichtweg eine unzulässige Interpretation. Denn rechnet man die Nichtwähler in ein Ergebnis ein, dann ist die ÖVP im Gemeinderat plötzlich weit weg von einer absoluten Mehrheit: Im Jänner 2015 wählten so gerade mal 32,2 Prozent die Schwarzen, denn 30,5 Prozent gingen gar nicht erst zur Wahl.

Interpretiert man die Nichtwahl als Protest gegen die Regierenden, hat plötzlich die Opposition eine deutliche Mehrheit von 56 Prozent.