Erstellt am 15. Juni 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

Zu klein und unwirtschaftlich. Michael Pfabigan über den Mini-Windpark Gnadendorf-Stronsdorf.

Windräder sind der Todesstoß für den Tourismus. Das glauben zumindest die Aktivisten der Gnadendorfer und Stronsdorfer Windradgegner. Dem entgegenzuhalten „Wo kein Tourismus, da kein Todesstoß“ wäre billige Polemik. Stimmt schon: Der Buschberg ist eines der gefragtesten Tourismusziele im mittleren Weinviertel. Ob jetzt acht Windräder mehr oder weniger den Tourismus stören, sei dahingestellt.

Vielmehr muss die Wirtschaftlichkeit hinterfragt werden: Da diese Windkraftanlagen in einer bisher windradfreien Zone errichtet werden sollen, muss natürlich auch die gesamte Infrastruktur erst gebaut werden – kilometerlange Starkstromleitungen zu Umspannwerken, beispielsweise.

Für nur acht Windräder. Und wesentlich mehr dürften es nicht mehr werden. Denn wenn auch der Windpark Unterstinkenbrunn in Planung ist: Angesichts der Tatsache, dass es noch immer keinen UVP-Termin dafür gibt, kann dieses Projekt schon mehr zum Reich der Toten gezählt werden.