Erstellt am 16. Juni 2016, 05:00

von Ingrid Fröschl-Wendt

Laa braucht zweites Zentrum. Die Wirtschaft am Stadtplatz entwickelt sich positiv. Jetzt tüftelt die Thermenstadt an einem zweiten, attraktiven Kern mit einer dazugehörigen Infrastruktur.

Laa braucht aufgrund seiner Bauweise zwei Stadtzentren. Neben dem Laaer Stadtplatz wird es ein Nneues im Bereich des Kellerhügels geben. Derzeit wird an beiden gearbeitet, zeigen Gemeinderätin Helga Nadler, Bürgermeisterin Brigitte Ribisch und Stadtrat Karl Schäffer.  |  NOEN, Fröschl-Wendt

Drei neue Betriebe kommen derzeit in den Genuss der Laaer Zentrumsförderung: Der BauernlAAden, die Kreativwerkstatt Geyer und Friseur Franz. Sie alle erhalten über drei Jahre je 5.000 Euro Förderung der Stadtgemeinde. Diese Förderung wurde von der Stadtregierung eingeführt, um das Stadtzentrum zu beleben.

Für Bürgermeisterin Brigitte Ribisch sind die Geschäfte rund um den Stadtplatz aber nur eine Seite einer gelungenen Stadtkernentwicklung: Die Betriebe brauchen auch Kunden. Darum ist für sie der verstärkte Wohnbau in Zentrumsnähe genauso notwendig. Aktuell sorgen dafür einige Projekte:

Neben den Wohnungen der Wohnbaugesellschaft „Schönere Zukunft“, für die am 23. Juni bereits die Schlüssel übergeben werden, ist das auch die geplante Kamptal-Anlage neben der Berufsschule. Zwischen dem Schulgebäude und den Häusern der Wehrgärten soll besonders luftig gebaut werden. Von hier aus sind die Wege zum Stadtplatz besonders kurz. Derzeit laufen die Bauverhandlungen, mit dem Bau wird demnächst begonnen.

Wichtig sei auch die Attraktivität des Zentrums. Das soll zum Verweilen noch anziehender gemacht werden. „An den Sonntagnachmittagen, wenn das Eisgeschäft boomt, ist hier irrsinnig viel los“, sagt Ribisch. „Die Prangerwiese wird fast zu klein.“ Darum sollen weitere gemütliche Ruheplätze entstehen.

Gastro und Geschäfte für den Kellerhügel

Die Stadt Laa ist so angelegt, dass der Hauptplatz nicht für alle Laaer einfach zu erreichen ist. „Wir müssen für den Kellerhügel, der zu weit draußen liegt, ein weiteres Zentrum mit der dazugehörigen Infrastruktur schaffen“, so Ribisch. Flächen gebe es zwischen Therme und Kellerhügel ausreichend, Pläne ebenfalls. Nun soll ernst gemacht werden. Ziel ist es, im Osten der Stadt ein weiteres Zentrum zu schaffen „mit allem, was dazugehört: Gastronomie, Geschäfte, medizinische Versorgung und so weiter“. Der Platz werde für verdichteten Wohnbau genützt, um der Bevölkerung ausreichend Wohnmöglichkeiten zu bieten.

Geplant wird daran schon lange. Der Übergang über die Bahngleise ist eine wichtige Anbindung des Kellerhügels an dieses neue Zentrum. Für dessen Ausbau laufen derzeit erste wichtige Vorarbeiten. So ist die Fläche gerade in der Umwidmungsphase und die Pläne liegen dem Land vor. Ist das geschehen, kann konkret mit dem Platz gearbeitet werden.