Laa an der Thaya

Erstellt am 20. Juli 2016, 03:16

von Ingrid Fröschl-Wendt

Wird die Stadt „ungiftig“?. Alternative gesucht: Der Unkrautvernichter im Bauhof neigt sich dem Ende zu. ProLaa wünscht sich biologischen Ersatz. Die Sache sei nicht so einfach, sagt Bürgermeisterin Ribisch.

GuentherZ

Auf einen generellen Pestizid-Verzicht der Stadtgemeinde Laa plädierte die Oppositionspartei ProLaa mit einem Dringlichkeitsantrag in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Nach den Richtlinien von „Natur im Garten“ sollte die Stadtgemeinde auf die Verwendung des umstrittenen Pestizids Glyphosat auf nicht versiegelten Flächen verzichten, appellierte ProLaa-Stadträtin Isabella Zins.

Das Thema sei vor allem deshalb so dringend, weil im Bauhof gerade der Unkrautvernichter zur Neige gehe und daher solle nun rasch über biologische Alternativen nachgedacht werden.

Bürgermeisterin Brigitte Ribisch (VP) bestätigte das Interesse der Stadt an einer derartigen Umstellung. „Ich beschäftige mich schon lange damit. Wir haben das Unkrautvernichtungsmittel deshalb nicht mehr nachbestellt, weil wir nicht mehr damit arbeiten wollen.“ Leider sei die Sache aber nicht einfach, denn es sei eine gewaltige Umstellung für den Bauhof. „Wir müssen uns Alternativen überlegen. Leider haben wir ziemliche Längen, die wir pflegen müssen.“

Zins schlug vor, auf biologische Alternativen umzusteigen und eine Schulung von „Natur im Garten“ zu nutzen. Ribisch hielt diese Lösung für zu kurz gefasst: „Bekanntermaßen bedeuten biologische Alternativen einen höheren Zeitaufwand.“ Daher müssten Lösungen gemeinsam mit dem Bauhof erarbeitet werden, „schließlich sollen die Mitarbeiter diese Arbeit ja auch gerne ausführen“. Zu den Schulungen lud sie die Mandatare ebenfalls ein.

Auch die Sportanlagen bereiten dem Gemeinderat in dieser Hinsicht Sorgen. Durch die Kooperation mit der Therme Laa kämen verstärkt internationale Fußballklubs in die Stadt. Daher sei man verpflichtet, einen ordentlich gepflegten Platz anzubieten. Ob das ohne herkömmliche Mittel möglich sei, stellten einige Mandatare infrage.

Stadträtin Zins konterte, dass Pestizide ohnehin verboten wären, somit riskiere die Stadtgemeinde bei Nichteinhaltung eine Anzeige. Die ÖVP-Gemeinderäte blieben jedoch skeptisch, ob die Umstellung so einfach möglich sei. Schließlich stellte der parteilose Gemeinderat Reinhart Neumayr den Antrag, die Frage dem Umweltausschuss zu übertragen.

Dieser solle sich informieren und in einem Arbeitskreis mit den Bauhof-Mitarbeitern an praktikablen und finanzierbaren Lösungen arbeiten. Dieser Vorschlag wurde angenommen.

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