Ladendorf

Erstellt am 24. August 2016, 05:00

von Josef Christelli

Neues Jagd-Zentrum: Wild wird besser vermarktet. modernes Haus mit Zerwirkraum, Kühlraum und Nasszelle.Jäger bauten sich ein

Segnungs- und Eröffnungsfeier des neuen Jagdgebäudes in Ladendorf. Der Zerwirkraum musste wegen des Regens als Küche verwendet werden: Maria Meißl, Helmut Geyer, Helga Meißl, Barbara Schwarz, Christine Schweitzer, Margarete Schwab, Jagdleiter Josef Schwab, Priester Rudolf Prokschi mit grüner Stola, Bürgermeister Manfred Hager, Vizebürgermeister Erich Zeiler und Weidkamerad Leopold Forster.  |  Josef Christelli

Ein „Jagdgebäude“ hat die Jagdgesellschaft Ladendorf in der Oberen Kellergasse gebaut, um für die Selbstvermarktung des heimischen Wildes gerüstet zu sein.

In genau einem Jahr wurde das 50 Quadratmeter umfassende Haus mit Zerwirkraum, Kühlzelle und Nasszelle gebaut. Alles nach den Richtlinien des Lebensmittelinspektorates. Die Bauarbeiten wurden großteils in Eigenleistung durchgeführt, deswegen sind die Kosten mit rund 40.000 Euro auch leistbar geblieben. Die Finanzierung erfolgte mit 20.000 Euro seitens der Gemeinde Ladendorf, 15.000 Euro kommen von den Windkraftanlagen-Betreibern. Den Rest muss die Jagdgesellschaft aufbringen.

„Ihr habt ein imposantes Gebäude geschaffen. Ein Wahnsinn!“

Manfred Hager, Bürgermeister

Bezirksjägermeister Gottfried Klinghofer zeigte sich bei der Segnungsfeier vorigen Sonntag begeistert: „Da ist ein nachhaltiges Gebäude entstanden, eine Top-Wildbretkammer mit Zerwirkraum. Wild gehört sofort in die Kühlkette, das ist hiermit garantiert“, so Klinghofer, der selbst in den Reihen der Jagdhornbläsergruppe Zayatal die Eröffnungsfeier mitgestaltet hatte.

"Haben schon einen großen Kundenstock"

Jagdleiter Josef Schwab war die treibende Kraft bei Planung und Bau: „So können wir das gesunde Wildbret so schnell wie möglich zu den Bürgern bringen“. Schwab weiß auch, dass sehr viel Interesse am Wildbret besteht: „Wir haben jetzt schon einen großen Kundenstock, die Leute bestellen je nach Bedarf, wir versuchen alles zu liefern, ob Rehschlögel oder Fasan“, ist der Jagdleiter heute schon überzeugt vom Erfolg der Selbstvermarktung. Die Wildwürstel und Veredelungen des Wildbrets wird Spezi-Fleischer und Wildspezialist Rudolf Schmid für die Jagdgenossenschaft machen.

Verregnete Eröffnungsfeier

Bürgermeister Manfred Hager gratulierte den Jägern: „Ihr habt ein imposantes Gebäude geschaffen. Ein Wahnsinn“, war der Gemeindechef begeistert. Für ihn gehören Vereine, wie die Jäger, einfach zur Infrastruktur eines Ortes.

Die Eröffnungs- und Segnungsfeier war leider total verregnet, Rudolf Prokschi zelebrierte die Jägermesse in einem vollbesetzen Zelt und die wetterfesten Jäger bemühten sich um die vielen Gäste, natürlich war auch Wild auf der Speisekarte. Rudi Schmid und sein Team sorgten für die Speisen und die Jäger für die Getränke, Kaffee und Kuchen. Ein Schätzspiel mit schönen Preisen wie Jagdeinladungen und Geschenkkörbe sorgte für zusätzliche Unterhaltung.

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