Erstellt am 05. Juli 2017, 03:00

von Susanne Bauer und Michael Pfabigan

Kottingneusiedl holt sich Doppelsieg. Zwei Landessiege, zweimal Vizelandesmeister: Feuerwehren aus dem Von Susanne Bauer Bezirk trumpften in St. Pölten auf.

So sehen doppelte Landessieger aus: Sowohl in Bronze mit Alterspunkten, als auch bei den Damen in Silber ohne Alterspunkte steht die Ortschaft Kottingneusiedl in der Ergebnisliste ganz oben.  |  Erich Marschik

Zwei Landessiege, zweimal Vizelandesmeister – die Feuerwehrleistungsbewerbe in St. Pölten am vergangenen Wochenende waren für die Wehren im Bezirk durchaus erfolgreich.

„Es hat so funktioniert, wie wir das erhofft haben“, sagt Manfred Koch, Kommandant der FF Kottingneusiedl: Als die Wettkämpfer nach dem Bewerb in der Heimat empfangen wurden, durften sich die FFler und ihre Fans über zwei Landesmeister-Titel freuen: Sowohl in Bronze mit Alterspunkten, als auch bei den Damen in Silber ohne war Kottingneusiedl ganz oben auf der Ergebnisliste. „Wir waren gut vorbereitet, gut trainiert und unsere Leistungen bei den Bezirks- und Abschnittsbewerben zeigten, dass wir uns Hoffnungen machen können“, sagt Koch.

„Was andere mit der Geschwindigkeit machen, machen wir bei Oberkreusteetten 1 schon mit unserer Routine!“Harald Gepp, Kommandant Oberkreuzstetten

Bei den Jungen ging die Rechnung nicht auf: „Da fehlt noch die Wettkampferfahrung, die Leistungen sind aber trotzdem gut“, analysiert Koch. Ärgerlich sind für ihn die Fehler im Bewerb Silber mit Alterspunkten, die eine Top-Drei-Platzierung verhinderten: „Die habe ich gemacht, deshalb ärgere ich mich besonders“, gesteht der Kommandant.

„Beim Bewerb haben wir nicht unsere Leistung abrufen können“, sagt Harald Gepp, Kommandant der FF Oberkreuzstetten: In Bronze war´s fehlerfrei aber zu langsam, in Silber verhinderten Fehler eine Topplatzierung. „Aber wir sind auch mit dem vierten Platz in Bronze mit Alterspunkten zufrieden. Damit sind wir für den Fire-Cup 2018 qualifiziert.“

Die Wildendürnbacher Feuerwehrmänner holten sich in Silber mit Alterspunkten den fünften Platz. Sie sind damit in dieser Kategorie die beste Feuerwehr aus dem Bezirk Mistelbach.  |  Erich Marschik

Und das ist für die Oberkreuzstettner wichtig: Denn hier holten sie sich heuer den zweiten Platz. Und Gepp gibt das Ziel für 2018 aus: Ein Sieg muss her! Warum? Oberkreuzstetten war bereits Landesmeister, Bundesmeister, bei der Feuerwehr-Weltmeisterschaft - nur den Fire-Cup konnte die Mannschaft noch nicht holen.

Dieser Sieg sollte 2018 gelingen, denn die Einser-Mannschaft der Oberkreuzstettner wird nicht gerade jünger: Die Angriffszeiten sind stabil, die Handgriffe sitzen, aber wenn ein Mitglied aus der Mannschaft ausfällt, dann ist es aus mit der Wettkampfgruppe: „Das ist bei uns so: Wir mischen die Wettkampfgruppen nicht“, sagt Gepp. Mit den jetzigen Mitgliedern steht und fällt die Wettkampfgruppe.

Jugend ist top-motiviert

Für den Nachwuchs ist übrigens gesorgt: Die Dreier-Mannschaft, die Jungen, sind top-motiviert, die Zeiten werden immer besser. Im „Wechsel“ ist die Zweier-Mannschaft, die mit ihren Ergebnissen mal mit und mal ohne Alterspunkte besser wäre: „Für den Bezirk reicht es noch ohne Alterspunkte, aber im Land ist die Dichte schon sehr hoch“, sagt Gepp: „Aber ich bin zufrieden: Wir haben drei super Wettkampfgruppen!“

Zufrieden mit dem vierten Platz der Großharraser Damen ist Kommandant Stefan Schirxl – ebenso, wie mit dem Abschneiden aller drei Wettkampfgruppen – auch wenn die anderen Ergebnisse eher durchwachsen waren. Wichtig für die Großharraser: die Qualifikation für den Fire-Cup 2018.

Bullendorf: Großer Sprung nach vorne

Einen großen Sprung nach vorne machte die Wettkampfgruppe von Bullendorf: Nach dem Sieg beim Abschnittsbewerb in Hüttendorf vor zwei Wochen, wurden sie als achte beim Landesbewerb beste Mannschaft aus dem Bezirk in Bronze ohne Alterspunkte. „Anfang 2015 beschloss eine kleine Gruppe Bullendorfer Wettkämpfer, die Herausforderung anzunehmen, sich für die Bundesbewerbe 2020 zu qualifizieren“, sagt Martin Pleil von der FF Bullendorf. „Der achte Platz ist ein in der Bullendorfer Wettkampfgeschichte nie da gewesener Erfolg, die erste Hürde zum Traum 2020 ist genommen“, jubeln die Bullendorfer.

Die Großharraser Damen holten sich den vierten Platz in Bronze ohne Alterspunkte, die Herren wurden Neunte bei Silber ohne. Für die Mannschaft aus dem Land um Laa lief es bei den Feuerwehrbewerben in St. Pölten nicht ganz nach Plan.   |  Erich Marschik

Die Qualifikation für den Bundesbewerb 2020 begann mit diesem Jahr von Neuem. Es zählen die besten Ergebnisse der kommenden Jahre, ein Ergebnis kann gestrichen werden.

Alle Fotos und Berichte zu den Landesfeuerleistungsbewerben findet ihr hier.