Erstellt am 08. Oktober 2015, 05:02

von Josef Christelli

Nur 480 Meter und doch auf der Spitze. Niedrigst gelegene bewirtschaftete Hütte /  Mit nun neuen Besitzern feierte die beliebte Berghütte ihr 80-jähriges Bestehen.

Der Alpenverein und die Gemeinden der Region feierten mit den Pächtern das Hüttenjubiläum. Die Vizebürgermeister Rudolf Pfennigbauer (Gnadendorf) und Alfred Wittmann (Ernstbrunn) mit Gattin Jutta, Bürgermeister Leopold Rötzer (Niederleis) und Johann Panzer (Asparn), sowie die Alpenvereinsvorstandsmitglieder Johanna Schneider, Hüttenwart Fritz Liebhart, Rainer Polt und Obmann Heinz Eberlein kamen zu Angela und Ingo Steinfest zum Hütten-Jubiläumsfest.Josef Christelli  |  NOEN

Das Kleinod des Weinviertels - die Buschberghütte - feierte 80 Jahre Bestandsjubiläum.

Das beliebte Ausflugsziel liegt auch an Wanderwegen sowie am Jakobsweg. Die Buschberghütte gehört dem Österreichischen Alpenverein, Zweigverein Mistelbach. Auf 480 Metern steht die niedrigst gelegene bewirtschaftete Berghütte Österreichs am 492 Meter hohen Buschberg, der höchsten Erhebung der Leiser Berge.

Beherzte Männer haben 1934 – 1935 die Hütte gebaut, ohne Kran und ohne Zufahrtsstraße mit Knochenarbeit und Schlepperei. Die Hütte ist nach Pyhra hin ausgerichtet und ist derzeit durch die neuen Pächter Angela und Ingo Steinfest auch wochentags, außer Dienstag, offen und wird gut und gerne frequentiert.

Wandergruppen, Schulklassen, aber auch viele Ausflügler kommen in die Region und finden in der Hütte eine Einkehr und das Wanderziel zum Stärken. Für viele Feste und Feiern, Geburtstage, Seminare und Betriebsfeiern ist die Hütte eine gern gebuchte Location.

Vorigen Sonntag zeigte der Alpenverein Mistelbach eine Sonderausstellung mit Informationen und Fotos vom Entstehen und dem Werdegang der Buschberghütte, die in vielen Schritten immer wieder vergrößert, erweitert und umgebaut wurde. Früher gab es einen Schauraum, den der Verein Naturpark Leiserberge damals unter Professor Anton Gössinger gebaut hatte.

Diese Räumlichkeit wurde in die Bewirtschaftung eingebunden und bietet viel Platz für Feiern und Gäste. Gössinger hat den Buschberg auch als Naturschutzgebiet erklären lassen und in den Naturpark Leiserberge eingebunden. Deswegen wurden die berühmten Buschberg-Motocross-Rennen auch eingestellt.

Durch den Bau der Radarstation in den Sechzigerjahren ist die Zufahrt für Berechtigte möglich und seit damals gibt es auch Strom in der Hütte.


Aus der Chronik

23.6.1935 Eröffnung

1936 Herstellung von sieben Schlafplätzen.

1956-57 Anbau einer Küche und Aufgang zum Matratzenlager

1966 Vergrößerung der Hütte

2015 ab Februar neue Pächter Angela und Ingo Steinfest