Erstellt am 06. Oktober 2015, 12:30

von Ingrid Fröschl-Wendt

Traurige Aktualität. Mit „Glühwürmchen und Zackenbarsch“ thematisiert das Kindertheater Loosdorf heuer den Themenbereich Ausgrenzung.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

"Als Annemarie und Daniela das Stück im April ausgesucht haben, haben sie nicht gedacht, dass es so aktuell wird,“ erklärt Kulturhaus-Chef Vinzenz Kiener bei der Einführung in das neue Kinderstück des Kindertheaters Loosdorf „Glühwürmchen & Zackenbarsch“.

Dabei ist es im Grunde eine simple Geschichte, die man vielleicht vom Spielplatz kennt, doch zur Zeit von erschreckender Aktualität: Zwei Schnecken, die Ameise Giovanni, sowie die Bienen Maja und Willi wollen die sonnige Blumenwiese für sich allein haben und sind auf das Glühwürmchen Lucy nicht gut zu sprechen, die gerne mitspielen möchte. Erst als der Zauberer Zackenbarsch ihnen die Sonne wegnimmt, erkennen sie die unschätzbare Qualität des scheinbaren Eindringlings und nehmen es reumütig in ihre Mitte auf. Dass mit Lucys Hilfe dann alles gut ausgeht, ist das beglückende Ende.

Das heikle Thema Ausgrenzung und Freundschaft wurde von Annemarie Meißl und Daniela Schild wunderbar kindgerecht und trotzdem vergnüglich umgesetzt. Die spielfreudigen Kinder – insgesamt zwölf - , begleitet von drei erwachsenen Schauspielern, neben den Regisseurinnen ist das Johannes Gahr, werden unterstützt von wunderbar gestalteten Kostümen und einem Bühnenbild einer Blumenwiese, gemalt von Karin Schild, die die Augen schwelgen lässt.