Erstellt am 06. Februar 2016, 10:03

von Michael Pfabigan

„Machen wir was draus“. / Seit einem Jahr arbeitet die ÖVP mit Partner SPÖ ein 50-seitiges Arbeitsübereinkommen ab. Seither agieren Rot und Schwarz als Team für die junge Stadtgemeinde.

Bilanz, ein Jahr nach der Gemeinderatswahl: Gemeinderat Robert Granzer, Stadtparteiobfrau-Stv. Thomas Eichinger, Gemeinderätin Hermine Czaak, Gemeinderat Roman Scheider, Stadtparteiobfrau Kristina Mandl, Stadtrat Jürgen Trimmel, Gemeinderätin Doris Dulmovits, Gemeinderätin Helene Ferschner-Hallwirth, Vizebürgermeister Lukas Mandl, Stadtrat Johann Schneider, Gemeinderat Stefan Baltram.  |  NOEN, zVg

„Wir haben die Wahl gewonnen und wir - das Team der ÖVP Gerasdorf - arbeiten hart, um dem uns entgegengebrachten Vertrauen gerecht zu werden“, hebt Stadtparteiobfrau Kristina Mandl anlässlich des ersten Jahrestages der Gemeinderatswahl hervor.

In ihrem Rückblick auf die vergangene Gemeinderatswahl erinnerte die Stadtparteiobfrau daran, dass die ÖVP Gerasdorf mit 1,9 Prozentpunkten den höchsten Zugewinn aller Gemeinderatsparteien verzeichnet hatte. Sowohl in Stimmen als auch in Prozenten konnte das beste ÖVP-Ergebnis seit einem Vierteljahrhundert erzielt werden, obwohl nun mit fünf Fraktionen der bisherige Höchststand an unterschiedlichen Parteien im Gerasdorfer Gemeinderat erreicht ist. „Das war und ist für uns ein Vertrauensvorschuss, aus dem wir etwas Gutes machen wollen für Gerasdorf“, bekräftigte Kristina Mandl.

Umbau des Rathauses zu modernem Bürgerservice-Zentrum

Gerasdorfs Abgeordneter und nunmehriger Vizebürgermeister Lukas Mandl erklärte: „Wir haben sofort nach der Wahl begonnen mit allen, die überhaupt bereit waren, in einer Stadtregierung mitzuwirken, Gespräche zu führen. Mit den Sozialdemokraten sind diese Gespräche in Verhandlungen gemündet.“ Mit der SPÖ erarbeitete die ÖVP ein 50 Seiten starkes Arbeitsprogramm, das jetzt Schritt für Schritt verwirklicht wird. „Wir hatten vor der Wahl gesagt: ‚Der Bürgermeister braucht einen Partner!‘ Und nun, nach der Wahl, leben wir diese Partnerschaft tagtäglich! Zusammen mit Bürgermeister Alexander Vojta machen wir etwas aus dem Wählerauftrag!“, sagt Mandl.

Die Umsetzung der Maßnahmen im Arbeitsprogramm erfolgt in fast 50 „Teams“, die sich aus Gemeinderats-Mitgliedern der Stadtregierungs-Parteien sowie aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzen. Johann Schneider, der neue Finanzstadtrat Gerasdorfs, erklärte: „So arbeiten wir in einem Team gerade intensiv daran, den lange geplanten Umbau des Rathauses zu einem modernen Bürgerservice-Zentrum, das auch genug Platz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung bietet, endlich umzusetzen.

Auf diesem Weg haben wir es auch geschafft, die Bezirkshauptmannschaft-Außenstelle ins Rathaus zu holen.“ In Zukunft können Bürger also beide Ämter an einem einzigen Ort aufsuchen. Ein weiteres Beispiel für die intensive Zusammenarbeit mit der SPÖ ist die Erstellung eines Verkehrskonzepts für das gesamte Stadtgebiet. Das ist dringend notwendig, damit unter dem Anwachsen von Bevölkerung und Verkehr nicht die Lebensqualität leidet!

Trimmel: "Gerasdorf braucht Raumordnungskonzept"

Wirtschaftsstadtrat Jürgen Trimmel ergänzte: „Untrennbar verbunden mit dem Verkehrskonzept ist auch das Raumordnungskonzept, das Gerasdorf braucht. Zusammen mit Planungsstadtrat Robert Bachinger haben wir einen angesehenen Experten mit der Beratung für ein zukunftstaugliches Raumordnungskonzept beauftragt.“ Zuerst werden alle interessierten Gerasdorfer informiert. In weiterer Folge gibt es Bürgerbeteiligungsprozesse, damit es in Gerasdorf nicht zu einem Wildwuchs kommt, sondern zu kontrollierten Wachstumsprozessen.

„Ein aktuell brennendes Thema ist die Nahversorgung. Zum Beispiel konnten wir den Nahversorger in Föhrenhain bereits attraktiver machen“, sagt Trimmel.