Erstellt am 19. November 2015, 04:03

von Susanne Bauer

Mandatare sind nicht zufrieden. Mit 2.616 Euro förderte die Gemeinde den Verein – außerordentlich. Vereinsobmann musste Rede und Antwort stehen, Mandataren ist immer noch einiges unklar.

Geschäftsführer Karl Nagl musste dem Gaubitscher Gemeinderat Rede und Antwort stehen.  |  NOEN, zVg

Auf Wunsch der Gemeinderäte wurde Karl Nagl, Geschäftsführer des Vereines „Lebensraum Land um Laa“, zu einer Präsentation des Vereins eingeladen. Besonders wichtig war dabei die Aufstellung der Finanzen.

Nur unter dieser Bedingung waren die Gaubitscher bereit, dem Verein eine außerordentliche Förderung – für die Abfertigung eines Angestellten des Vereins – zu genehmigen. Immerhin beträgt diese Summe 2.616 Euro. Bezahlt ist der Betrag allerdings bereits. In der Finanz- und Personalaufstellung war den Mandataren einiges unklar, darum sollte Nagl Rede und Antwort stehen.

Weil der Geschäftsführer erst später Zeit hatte, gab Christian Muck, Geschäftsführer des GAUL (Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Gerichtsbezirk Land um Laa), einen Einblick über den Tätigkeitsbereich des Abfallverbandes.

Anschließend präsentierte Nagl den Verein „Lebensraum Land um Laa“. Abgeschlossene wie auch anstehende Projekte wurden beschrieben, die finanzielle Situation erläutert. Doch mit dieser Präsentation waren die Gemeinderäte noch immer nicht zufrieden. Sie fühlten sich nicht ausreichend informiert. So war ihnen das Budgetblatt 2015, die Abrechnung der Thermenkarten – die nicht im selben Jahr des Kaufes, sondern erst nach Verkauf verbucht werden – weiterhin unklar. Außerdem wurde kritisiert, dass die Zahlen der Förderungen, die präsentiert wurden, nicht mit jenen aus den vorangegangenen Sitzungen übereinstimmen.

Nach wie vor sind für die Mandatare die Beratungskosten einer externen Firma zu hoch. Erneut stand die Frage im Raum: „Was passiert, wenn es diesen Verein nicht mehr geben würde? Also wenn die Gemeinde Gaubitsch nicht mehr die Mitgliedsbeiträge zahlt?“ Außerdem sei nicht nachvollziehbar, wer wofür zuständig sei.

Denn bei den beiden Präsentationen wurde deutlich: Manche Aufgaben, die GAUL vorzeigte, fanden sich ebenso im Bereich des Vereines „Lebensraum Land um Laa“ wieder. Nur ein Beispiel: Die Geschirrmobile, welche im Besitz des GAUL sind, aber durch eine Mitarbeiterin vom Verein „Lebensraum Land um Laa“ verwaltet werden.

Da die Präsentation in Ordnung, die Kostenaufstellung aber unklar war und der geforderte Rechnungsabschluss fehlte, würden sich die Gemeinderäte eine umfangreiche Information sowie eine schlankere Verwaltung wünschen.