Erstellt am 11. Juni 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

Maritimer Experte aus Mistelbach. Helmut Pemsels achter Band der Weltgeschichte der Seefahrt erschienen.

Präsentierten Helmut Pemsels achten Band zur Weltgeschichte der Seefahrt posthum: Gattin Edith und Tochter Jutta Pemsel.  |  NOEN, zVg SF

Wer hätte gedacht, dass ein achtbändiges Kompendium zur Weltgeschichte der Seefahrt gerade von einem Mistelbacher geschrieben wurde: In der Vorwoche wurde im Presseclub Concordia der achte Band der Reihe mit der Seekriegsgeschichte von Helmut Pemsel präsentiert - posthum. Denn der Autor und Alt-Unternehmer war Ende Jänner überraschend verstorben.

„Pater Hermann hatte es bei der Seelenmesse als Punktlandung bezeichnet“, erinnert sich Tochter Jutta Pemsel: Eigentlich hätte der Band schon im Dezember erscheinen sollen, der Verlag hatte den Termin aber nach hinten verschoben. „Das hat meinen Vater gar nicht gestört, so konnte er wenigstens noch Ereignisse aus dem Jahr 2016 ergänzen!“

Insgesamt 4.000 Seiten zum Thema publiziert

Grundlage seines Schaffens war die über 80-jährige Begeisterung für das Schiff und seine Geschichte: „Die Firma war Pflicht, aber die Leidenschaft ist die Marine“, hatte Helmut Pemsel seiner Tochter eine Woche vor seinem überraschenden Tod verraten.

1975 erschien das erste Buch zur Seekriegsgeschichte: „Von Salamis bis Okinawa“ hatte damals noch 400 Seiten. Mit dem 8. Band hat Helmut Pemsel rund 4.000 Seiten zum Thema publiziert. Im Jahr 2006 erhielt er für sein fachkundiges Engagement den Titel Professor verliehen.

Der achte Band der Weltgeschichte der Seefahrt hat „Seefahrt und zivile Schifffahrt im 21. Jahrhundert. Die ersten Jahre“ zum Thema. Das Buch ist im NWV-Verlag erschienen.