Mistelbach

Erstellt am 18. Mai 2017, 05:00

von Michael Pfabigan

Kampf gegen Dauerparker: Rüge für’s Rathaus. Derzeit werden Dauerparker im Zentrum besonders beobachtet. Mangel an Dauerparkplätzen ist virulent.

Michael Pfabigan  |  Michael Pfabigan

Das machte nicht unbedingt ein gutes Bild: Just, als die Presse den Bürgermeister für ein Foto ablichten wollte, beschwerte sich eine Gemeindemitarbeiterin vehement und äußerst emotional darüber, wegen der Überschreitung der Parkzeit am Hauptplatz ein Strafmandat bekommen zu haben.

Derzeit sagt Mistelbach den Dauerparkern im Zentrum den Kampf an, da, so die Überzeugung, diese den Kunden der Stadt die Parkplätze wegnehmen. Kursierende Listen mit den Autonummern der im Zentrum arbeitenden Personen sollen lang sein, ihnen gilt zurzeit das Augenmerk der Parkraumüberwachungsdamen.

"Fallweise negatives Feedback"

Wie ist das Feedback? „Es gibt fallweise negatives Feedback, weil die Betroffenen ja nur ganz kurz weg waren oder beim Kommen nicht ganz richtig eingestellt haben oder Ähnliches“, kennt Bürgermeister Alfred Pohl die Ausreden.

Die Gewerbebetriebe des Zentrums wurden bereits angeschrieben und gebeten, ihre Mitarbeiter zu überzeugen, sie sollten auf Dauerparkplätze ausweichen. Derselbe Schrieb wurde übrigens auch an die Gemeindemitarbeiter weitergeleitet – mit dem Vermerk, dass gerade das Rathaus Vorbild in dieser Hinsicht sein solle.

Ein Defizit deckte die Diskussion ums Dauerparken im Zentrum allerdings auch auf: Es herrscht augenscheinlich ein Mangel an zentrumsnahen Dauerparkplätzen.