Mistelbach

Erstellt am 13. Juli 2017, 05:00

von Michael Pfabigan

Kein Eigentumsnachweis für Haus: An Stadt zurückgegeben. BUWOG prüfte die Unterlagen zu Haus aus den 1960er-Jahren und konnte keine Eigentumsnachweise finden.

Dieses Haus in der Bahnzeile wurde von der BUWOG an die Stadtgemeinde übergeben. Bei der Prüfung der Hausunterlagen wurden keine Eigentumsnachweise gefunden. Das Grundstück war 1961 von der Stadt zurückgekauft worden.  |  mpf

Kurioser Eigentumszuwachs für die Stadtgemeinde: Sie besitzt plötzlich in der Bahnzeile ein Haus, von dem sie bisher nichts gewusst hatte. Denn eigentlich hatte man im Rathaus immer geglaubt, dass es der BUWOG (ursprünglich eine Wohnungsgesellschaft für Bundesbedienstete) gehöre.

Die musste 2015 einen Mietvertrag im Haus ändern – und stellte fest, dass sie für das gesamte Haus keinerlei Kaufverträge besitzt.

Bei der Gemeinde weiß man zumindest, dass das Grundstück 1959 an die BUWOG verkauft und 1961, aus unbekannten Gründen - möglicherweise ging es um Förderungen - wieder zurückgekauft wurde. Unbekannt ist, ob das Grundstück da schon bebaut war. Trotzdem ging man aber immer davon aus, dass das Haus am Grundstück kein Gemeindeeigentum sei.

"Weitere Verdachtsfälle geprüft"

Im Zuge der Prüfung stellte die BUWOG jetzt fest, dass das Haus nicht ihnen gehören kann und übergab es wieder der Gemeinde, verbunden mit der Rückzahlung des Mietzinses aus den vergangenen drei Jahren, die Ansprüche aus den restlichen 53 Jahren sind bereits verjährt.

„So etwas passiert uns auch nicht alle Tage“, kommentierte Vizebürgermeister Christian Balon (ÖVP). Vorsorglich wurden auch andere potenzielle Verdachtsfälle überprüft, gefunden wurde aber kein weiteres Mietshaus für die Gemeinde. Vorerst.