Mistelbach

Erstellt am 29. Juli 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

Schnelle Eingreiftruppe: Die Motorsäge ist immer dabei. Bauhof schickt wöchentlich Trupp durch Stadt, der Schäden repariert.

Eigentlich ist es eine Sisyphus-Arbeit: Manfred Lehner und Praktikant Enis Zeric touren als schnelle Eingreiftruppe des Bauhofs durch die Stadt, um wucherndes Unkraut zu entfernen und Löcher in der Straße zu stopfen. Bürgermeister Alfred Pohl drehte einmal eine Runde mit.  |  Pfabigan

„Wir sind ständig unterwegs. Aber derzeit wächst alles so schnell!“ Manfred Lehner gehört zur „schnellen Eingreiftruppe“ der „grünen Partie“ des Bauhofes, der aktiv zwei Mal in der Woche Runden durch die Stadt fährt und auf ein schönes Aussehen achtet. Kleinigkeiten werden sofort behoben, größere Reparaturen werden den entsprechenden Abteilungen weitergeleitet.

Die Aufgaben? Heruntergefallene Äste im Stadtsaalpark, Unkraut, das sich seinen Weg zwischen Randstein und Straße zum Wachsen gefunden hat, Löcher in der Straße. Für diese Probleme haben Lehner und Co. immer Schaufel, Motorsäge und einen Kübel Kaltasphalt auf der Dienst-Pritsche.

"Warten nicht darauf, dass sich Bürger melden"

„Hier hat einer der jüngsten Starkregen den Kanal verschlammt. Das haben wir schon dem Kanalteam weitergeleitet“, sagt Manfred Lehner in Lanzendorf bei einer Inspektionstour mit Bürgermeister Alfred Pohl. „Und hier werden wir die Bäume ausschneiden müssen, damit die Äste nicht zu tief in die Fahrbahn hängen“, informiert er seinen Chef in Ebendorf. Denn hier stehen die Bäume auf Privatgrund: Zuerst wird der Baumbesitzer informiert, ein entsprechendes Angebot wird nachgereicht, die Kosten muss selbstverständlich der Baumbesitzer zahlen.

Stadtchef Pohl ist stolz auf die offenen Augen seiner Bauhof-Mitarbeiter: „Sie sorgen dafür, dass Probleme sofort erkannt werden. Wir warten nicht erst darauf, dass sich Bürger melden, wenn irgendwo ein Problem auftaucht!“ Allerdings können Lehner und Manuel Aigner, der sich bei der Visite des Bürgermeisters gerade auf Urlaub befand, nicht überall sein:

Zwei Mal in der Woche machen sie ihre Touren, insgesamt hat die Stadt 130 Kilometer Straßennetz, das die beiden abfahren und kontrollieren müssen. „Und wenn sich nichts findet, haben wir noch eine Mängelliste, die wir abarbeiten“, lacht Lehner, dass dem Trupp die Arbeit nicht ausgehen wird.