Mistelbach

Erstellt am 04. August 2016, 11:33

von Michael Pfabigan

Volksbank-Fusion ist durch. Neue Bank: Aus der Volksbank Weinviertel wurde die Volksbank Wien. Für die Kunden soll sich durch die Bankenhochzeit nichts ändern - Entscheider und Ansprechpartner bleiben gleich.

Die Volksbank Weinviertel wurde in der Vorwoche zur Volksbank Wien – und die hat (bald) Filialen von Laa im Norden bis ins Südburgenland.  |  NOEN

Seit der Vorwoche gibt es die Volksbank Weinviertel nicht mehr: „Mit 19. Juli ist die Kapitalerhöhung im Firmenbuch eingetragen und die Fusion mit der Volksbank Wien ist über die Bühne gegangen“, bestätigt der bisherige Direktor und jetzige Regionaldirektor, Rudolf Riener.

Im Rahmen der Konsolidierung des Unternehmens mussten sich die Volksbanken österreichweit auf wenige Institute fusionieren, die Volksbank Weinviertel entschied sich für das Bankenkonstrukt, das zwischen dem Weinviertel und dem Südburgenland wächst. Hier sahen die Weinviertler Banker größere Chancen als bei einer Orientierung Richtung St. Pölten, wie das beispielsweise in Hollabrunn erfolgt ist. Nach wie vor ungebunden ist die Volksbank Marchfeld.

Was ändert sich für die Kunden? Der Name des Instituts und die Kontonummer – wobei auch hier die bisherige noch längere Zeit bei jedem Konto hinterlegt bleibt. Ansprechpersonen, Filialen und auch die regionalen Entscheidungspersonen bleiben gleich.

Denn die bisherige Volksbank Weinviertel wird zur Regionaldirektion, der alle bisherigen Filialen unterstellt sind. „Es wird keine Veränderungen geben, 95 Prozent der Entscheidungen werden weiterhin in Mistelbach fallen“, stellt Regionaldirektor Johannes Singer klar. Entscheidungen mit einem finanziellen Umfang von 3 Mio. Euro könnten jetzt von den beiden Regionaldirektoren entschieden werden, früher brauchten die beiden für eine geringere Summe bereits den Bankvorstand. „Und mit dieser Summe decken wir 99 Prozent aller Kreditgeschäfte ab. Größere Kunden haben wir ohnehin nicht“, sagt Singer.

Stichwort Personal: Wie hat sich die Fusion auf den Personalstand ausgewirkt? „Es gab für jeden Mitarbeiter einen Platz, aktive Kündigung mussten wir keine aussprechen“, sagt Singer. Jene, die sich neu orientieren wollten und den Sozialplan in Anspruch nahmen, kann man an einer Hand abzählen, manche übersiedelten beruflich nach Wien: Vor allem Jobs in der Innenrevision und in der EDV haben jetzt ihren Sitz in der Zentrale. Hingegen wurden die Filialen personell aufgewertet, 50 Mitarbeiter bleiben in der Region, derzeit werden sogar zwei neue Mitarbeiter gesucht.

Das Vermögen der bisherigen Genossenschaftsbank Volksbank Weinviertel bleibt in einer eigenen lokalen Volksbank Weinviertel Verwaltungs-Genossenschaft, deren Vorsitzende Riener und Singer sind, und die die Aktien der Bank verwaltet. Hier sind auch die Genossenschafter der Bank angesiedelt. An die Volksbank Wien wurde lediglich das Bankgeschäft abgegeben, die Genossenschafter erhielten im Gegenzug Aktien der Volksbank Wien.