Mistelbach

Erstellt am 16. Juli 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

Weinlandbad: Asylwerber sorgen für Sicherheit. Gemeinderat lässt Anlage videoüberwachen und baut Türen in Kabinen ein.

Die Umkleidekabinen im Weinlandbad bekommen Türen, die Gänge davor werden videoüberwacht. Und statt Securitys werden Asylwerber selbst als Kontaktpersonen fungieren und für Ordnung sorgen.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Nach dem letztendlich erfundenen sexuellen Übergriff im Weinlandbad reagiert der Gemeinderat auf die Entwicklungen rund um die Vorwürfe:

Statt der Security-Mitarbeiter, die sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Bad eingesetzt wurden, werden künftig Asylwerber selbst für Ordnung sorgen. Denn einerseits hatten sich diese bestürzt über die Anschuldigungen gezeigt, andererseits hatten sich Badbesucher mit den Securitys nicht wohlgefühlt.

„Ich habe mich gewundert, wie manche Leute mit weniger Informationen als die Polizei mehr wissen konnten!“

Florian Ladengruber, Bezirkspolizeikommandant und Sicherheitsstadtrat

Weitere Maßnahmen: Videoüberwachung am Gangbereich des Kabinentraktes, Türen bei den Umkleidekabinen und ein Bademeister mehr. Kosten für die Türen: 5.100 Euro.

„Wenn wir Integration ernst nehmen, dann müssen wir uns auch um die 220 Flüchtlinge in Mistelbach kümmern!“, sagt Sport- und Sicherheitsstadtrat Florian Ladengruber (ÖVP): „Wir dürfen uns durch Gerüchte nicht auseinanderdividieren lassen!“