Erstellt am 08. September 2015, 08:42

von Michael Pfabigan

Mitarbeiter hoffen noch auf Rettung. Die Mistelbacher Filiale sucht noch nach einem neuen Eigentümer. Derzeit laufen die Verhandlungen.

 |  NOEN, APA

"Die brauchen wir jetzt nicht mehr", sagt die Kassierin beim Mistelbacher bauMax, als ein Kunde ihr die Kundenkarte hinhält.Wie es mit dem Standort weitergehen wird? „Wir wissen gar nichts. Außer, dass wir kein OBI werden!“ Über zu wenig Arbeit brauchen sich die Mitarbeiter der Filiale zudem derzeit nicht beschweren: Aufgrund des Abverkaufes wird der bauMax regelrecht gestürmt, Schlangen an der Kassa bis zum hinteren Ende der Halle sollen schon mal vorkommen.

bauMax seit 1981 in Mistelbach

Seit 1981 gibt es in Mistelbach einen bauMax, 2004 war er vergrößert wiedereröffnet worden. Insgesamt arbeiten 45 Mitarbeiter am Standort, die Zukunft ist tatsächlich unklar. Denn Mistelbach ist nicht in dem Filialenpaket, das von Immobilienentwickler Supernova aufgekauft wurde. Supernova wird dann die Anlagen an Baumarkt-Konkurrenten OBI weitervermieten. Und den gibt es bereits seit 15 Jahren in Mistelbach. Dem entsprechend gibt es hier kein Interesse an einem zweiten Standort in der Stadt.

Keine Aussagen zum Standort Mistelbach

„Ich kann nur bestätigen, dass es vergangenen Freitag eine Transaktion gegeben hat!“ bauMax-Sprecherin Monika Vogl-Gruber will keine Aussagen zum bauMax-Standort in Mistelbach machen: „Das darf ich aus vertragsrechtlichen Gründen nicht“, meint sie entschuldigend.

Welche Optionen bestehen noch? Dass sich ein anderer Käufer für die 7.800 m?-Verkaufsfläche findet: Angeblich sollen Bauhaus, Hornbach und Lagerhaus an einzelnen Standorten interessiert sein, ob Mistelbach dabei ist, ist unklar. Wobei: Informierte Kreise wollen wissen, dass Mistelbach einer jener Standorte ist, um den nach wie vor mit Interessenten verhandelt wird. Mit einer Entscheidung rechnet man in den nächsten vierzehn Tagen.

„Unser Markt hatte gute Umsätze, wir haben einen guten Standort"

Das ist auch die Hoffnung, an die sich die Mistelbacher Mitarbeiter klammern. Einige von ihnen sind doch schon seit 30 Jahren im Markt beschäftigt. „Unser Markt hatte gute Umsätze, wir haben einen guten Standort. Das weiß ja auch die Konkurrenz“, sagt ein Mitarbeiter.

Option Nummer zwei: Die Filiale schließt. Wegen dieser Sorge ließen sich schon einige Mitarbeiter bei der Arbeiterkammer beraten. Und auch auf sozialen Netzwerken wird Mistelbach eher als Schließungskandidat gehandelt.