Erstellt am 24. Dezember 2015, 13:28

von Gerhard Brey

„Mizitant“ schlug zu. Erneute Drohbriefe / Das Ehepaar Langer aus Schrattenberg wurde erneut mit Mitteilungen sonderbarer Art konfrontiert.

Der Drohbrief, den das Ehepaar Langer aus Schrattenberg bekam.  |  NOEN, zVg

Das Schrattenberger Ehepaar Heinrich und Rosa Langer sieht sich seit einiger Zeit mit sonderbarer Post konfrontiert. Da ist offenbar eine „Mizitant“ erbost, dass in der Gemeinde diverse Mitbürger oder Vereine anonym angezeigt wurden, um Veranstaltungen oder vermutete illegale Gewerbetätigkeiten zu unterbinden. Diese anonymen Anzeigen werden von der „Mizitant“ offenbar ausschließlich dem Ehepaar Langer zugeschrieben und so regnet es bedrohliche Post.

Der letzte Brief, sozusagen die Weihnachtspost, wartete mit einer besonders sonderbaren Aussage auf: „Gott vergibt, die Mizitante nie“. Was immer das zu bedeuten hat, es klingt bedrohlich. Außerdem sieht sich die „Mizitant“ wohl auch als letzte Instanz, obwohl sie in ihrem Schreiben sonst ohne weitere Aussage verbleibt.

Kein gutes Zeichen

Es ist jedenfalls kein gutes Zeichen, wenn in der Zivilgesellschaft Menschen sich nicht mehr ihre Meinung sagen zu trauen, sondern auf anonyme „Drohungen“ zurückgreifen.

„Das sind leider Typen, die selbst ohne Rückgrat nicht offen zu ihrer Meinung stehen und andere quasi „aus dem Hinterhalt bedrohen“ und jede sachliche Konfrontation scheuen“, ärgert sich das Ehepaar Heinrich: „Sie vergiften letztendlich das Zusammenleben in einer Dorfgemeinschaft und sind offenbar eher an Tratsch und Unterstellungen interessiert, als an der Aufarbeitung von Problemen, die sie offensichtlich mit ihren Mitbürgern haben!“ Das offene, ehrliche und sachliche Gespräch sei allemal besser als das feige Zuschlagen aus dem Hinterhalt, finden nicht nur die Betroffenen.