Erstellt am 19. November 2015, 05:03

von Josef Christelli

MUT kam mit Lautsprecher. Technische Ausrüstung verbesserte die Verständlichkeit kaum.

Die Bürgerliste MUT hatte eine Lautsprecheranlage zur Gemeinderatssitzung mitgebracht, die demontiert werden musste, weil sie eigentlich nichts brachte und auch kaum verständlich war.  |  NOEN, Josef Christelli

Die Gemeinderatssitzung am vorigen Dienstag begann mit einer halbstündigen Pause. Die MUT-Fraktion hatte Lautsprecher und Infrastruktur mitgebracht, um auch von den Zuhörern gehört zu werden. 

Bürgermeister Manfred Hager (ÖVP) verfügte allerdings, dass die MUT-Sprecher Thomas Bilek (Kopfhörerset) und Rainer Pilwarsch (Mikrofon) den transportablen Großlautsprecher wegzuräumen haben. Nach Sprechproben und einer Sprechkanonade, dass die ÖVP das Hören von Beiträgen verhindere, bauten die beiden den Lautsprecher doch ab.

Die Einigung brachte ein Gespräch der Parteisprecher im südöstlichsten Eck des Gemeindesaales und die Tatsache, dass die Verständlichkeit des Gesprochenen weiterhin dürftig blieb. Vermutlich lag das daran, dass der Lautsprecher am Fußboden stand.

Danach lief die Gemeinderatssitzung mit Verspätung doch noch an und die Bürgerliste MUT forderte, dass endlich die Saal-Lautsprecheranlage sitzungstauglich gemacht werde. Bilek warf der ÖVP vor, das willkürlich zu verhindern, um die Zuhörer aus dem Saal zu vertreiben: „Wenn man eh nichts hört, dann brauch‘ ich nicht zur Sitzung zu gehen“, könnten sich die Zuhörer denken und zu Hause bleiben.

Mit zwei Kameras wurde die Sitzung gefilmt, dies wird demnächst mit schlechter Tonqualität im Internet zu sehen sein.

Die Tagesordnung hätte 15 Punkte gehabt, zwei davon wurden gestrichen. Die Vergabe der Straßenbeleuchtung und die Einleitung eines Umwidmungsverfahrens wurden von der Tagesordnung genommen.

Gemeinderat für Salzstreuung auf B40

Dafür hatte die FPÖ gleich drei Dringlichkeitsanträge gestellt. Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur entlang der Baustelle B40 und die Umsiedlung der Nachmittagsbetreuung wegen Platzmangels in den Pfarrsaal wurden wegen fehlender Dringlichkeit abgelehnt.

Der Antrag, die total kaputte Fahrbahn durch Ladendorf im kommenden Winter doch mit Salz eisfrei zu halten, wurde angenommen. Bürgermeister Manfred Hager will mit der Straßenverwaltung nochmals Kontakt aufnehmen. Früher wurde das Salzstreuen immer abgelehnt, weil die Fahrbahn durch das Salz ganz kaputt geworden würde:

„Jetzt durch die Bauarbeiten und den Schwerverkehr ist die B40 sowieso schon ganz hin, jetzt ist es eh schon wurscht“, begründete Manfred Gail (FPÖ) seinen Antrag und außerdem würden sich die Anwohner über den Staub beschweren, eine Splittstreuung würde die Situation nochmals verschlechtern. Die „sanfte“ Salzstreuung, also nur auf Eis und Schneeflächen, soll angestrebt werden.