Erstellt am 16. Juni 2016, 05:00

von Johann Hochleithner

Neue Wahl, altes Ergebnis: Clemens Hickl ist neuer Chef. Auch bei der zweiten Wahl des Bezirksausschusses wurde Clemens Hickl zum neuen Chef gewählt.

Clemens Hickl, neugewählter RK-Bezirksstellenleiter mit Klaus Schütz sowie Michael Edlinger, Gregor Bartl, Irene Scherner, Jürgen Isensee und Roman Peiritsch nach der Wahlwiederholung.  |  NOEN, Johann Hochleithner

Am Freitag fand die Wiederholung der Neuwahl der Bezirksstellenleitung des Roten Kreuzes Mistelbach statt. Durchgeführt werden musste sie, weil ein Mitglied der 560 Freiwilligen einen positiven Einspruch gegen die Wahl gemacht hatte.

Mit 61, 9 Prozent zum Bezirksstellenleiter gewählt

Fast 200 Mitglieder waren trotz gleichzeitiger Eröffnung der Euro 2016 zur Wahlwiederholung in den Mehrzwecksaal des Landesklinikums Mistelbach gekommen, die vom Landesverbandsjuristen Marco Leonardelli überwacht wurde. Das Wahlergebnis war annähernd gleich zur ersten Wahl: Zum Bezirksstellenleiter wurde Clemens Hickl mit 61,9 Prozent gewählt. Seine Stellvertreter sind Michael Edlinger und Roman Peiritsch, Schriftführer Gregor Bartl und Kassierin Irene Scherner.

„Die Demokratie hat gesiegt“, kommentierte Klaus Schütz nach der Wahl. Er hatte mit seinem Team keine Mehrheit für eine weitere Amtszeit erhalten: „Die Wahlwiederholung hat die erste Wahl bestätigt und bewiesen, dass die Mannschaft mit einer satten Mehrheit hinter dem Team von Clemens Hickl steht“, so der langjährige Bezirksstellenleiter.

Er wird jetzt aber weiterhin als Notfallsanitäter mit seinem Wissen und Können dem Roten Kreuz zur Verfügung stehen. „Denn ich bin nicht als Funktionär, sondern als freiwilliger Helfer dem Roten Kreuz vor Jahrzehnten beigetreten.“

Hickl: "Zukunft bring große Anforderungen"

Clemens Hickl gab in seinen Dankesworten an die Wähler auch die Visionen für die nächsten Jahre bekannt. „Die Zukunft bringt sehr große Anforderungen für uns, wir werden es aber schaffen.“

Er möchte auf alle Fälle die Freiwilligen des Roten Kreuzes in den Mittelpunkt stellen. „Sie sind es, welche rund um die Uhr gemäß dem Wahlspruch „aus Liebe zum Menschen“ ihre Freizeit zum Helfen hergeben.“ Auch die Hauptamtlichen sind ein unverzichtbarer Bestandteil in der professionellen Rettungskette. „Ohne sie wäre ein Rund-um-die-Uhr-Betrieb nicht machbar.“

Mit dieser Wahl ist auch ein Generationenwechsel innerhalb der Bezirksstelle eingetreten und „die Bezirksstelle Mistelbach ist eine der größten ihrer Art. Auf die Arbeit der bisherigen Funktionäre, aber auch aller Freiwilligen, welche bisher geleistet wurde, kann nicht verzichtet bzw. vergessen werden“, so der allgemeine Tenor. „Aber die Herausforderung des jetzt im Aufbau befindlichen niederösterreichischen Notfallrettungssystems braucht zukunftweisende Innovationen und Funktionäre.“