Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:02

von Susanne Bauer

Häuser für Flüchtlinge in Unterstinkenbrunn. Die Gemeinde möchte mit einem neuen Ansatz beim Wohnungsbau mit Nachnutzung punkten.

Verkosteten den Kaffee des Barista-Vize-Staatsmeisters: Vize-Staatsmeister Nikolaus Hartmann, Landesrat Karl Wilfing, Bürgermeister Matthias Hartmann.  |  NOEN, Land NÖ

Mit einem neuartigen Wohnprojekt – vorerst für Flüchtlinge - möchte sich das Dorf in die Riege der Mustergemeinden einfügen. Das Projekt ist noch in der Planungsphase, soll aber noch heuer vom Gemeinderat abgesegnet und 2016 umgesetzt werden. Die Idee: leistbarer Wohnraum in der Gemeinde.

Der Plan: Die Gemeinde stellt den Grund, auf dem kleinstrukturierte Wohnhäuser in Fertigteil- und Niedrigenergiebauweise errichtet werden, zur Verfügung. Die Zielgruppe, die die Häuser bewohnen kann, sind vorerst Flüchtlinge, die den Asylstatus bereits haben und daher für längere Zeit hier wohnen bleiben können. „Wir möchten das Projekt für ein bis zwei Flüchtlingsfamilien realisieren, denn das Kleinhaus kann von bis zu 12 Personen bewohnt werden“, erzählt Bürgermeister Matthias Hartmann.

Er ist von dem Projekt begeistert, denn später können in diesen Häusern junge Menschen, Singles oder Senioren wohnen. Dadurch hofft Hartmann auch, den Wegzug der Jugend zu verhindern, zumal sich die Betriebskosten in einem niedrigen Rahmen halten werden.

Gemeinde erhält Vorkaufsrecht

Roland Hanke, Absolvent der Technischen Universität Wien, der die Idee dazu hatte, gab den Gemeinderäten einen kurzen Überblick über Plan, Finanzierung und möglichen Bauablauf. „Die Finanzierung soll größtenteils über Spenden, Kooperationen mit sozialen Hilfsorganisationen sowie Baufachschulen umgesetzt werden“, weiß Bürgermeister Hartmann.

Die Gemeinde erhält das Vorkaufsrecht, denn der Plan ist, dass die Wohnhäuser nach fünf bis zehn Jahren ins Eigentum der Gemeinde übergehen. Der Ankauf kann dann mit den Mieteinnahmen finanziert werden. Sollte sich der Gemeinderat für das Wohnprojekt entscheiden, dann soll Hanke mit der weiteren Planung beauftragt werden. Unter www.respekt.net kann man nähere Details zum Projekt „40m2 Modulare Humanität“ erfahren.