Erstellt am 20. November 2015, 05:03

Nonnen geben Kloster auf. Die letzten drei Schwestern von St. Martha kehren in ihr Mutterhaus in Wien zurück. Damit endet eine 90-jährige Tradition.

Es war eine sehr emotionale und herzergreifende Verabschiedung der drei verbliebenen Schwestern des Klosters St. Martha in Bernhardsthal, das mit letztem Sonntag den „Klosterbetrieb“ in Bernhardsthal endgültig eingestellt hat. Am Foto (v.l.): Pfarrer Pater John, Elmar, Walter Sima, Schwester Adele, Pfarrgemeinderats-Vorsitzender-Stellvertreter Franz Koch, Schwester Gerhardine, Ernst Huber, Willi Faworka, Schwester Sabine, Pfarrsekretärin Ingrid Wimmer, Pfarrsekretärin Doris Rabl, Kaplan Pater Joy, Mesner Peter Hammer.  Gerhard Brey  |  NOEN

Am Sonntag erfolgte mit einer Festmesse in der Pfarrkirche die endgültige Verabschiedung der drei bis zuletzt tätigen Ordensschwestern des Klosters St. Martha vom Orden der „Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul“.

Die Schwestern wurden ins Mutterhaus in Wien versetzt, da es im Orden an „Nachwuchs“ fehlt. Pfarrgemeinderatsvorsitzender-Stellvertreter Franz Koch: „Rückblickend kann gesagt werden, dass das Kloster St. Martha für das soziale und kirchliche Leben in Bernhardsthal einen unschätzbaren Beitrag geleistet hat und mit der Schließung des Klosterbetriebes eine 90-jährige Geschichte ein Ende gefunden hat.“

Sowohl die Verabschiedungen anlässlich der Messfeier in der Pfarrkirche als auch im Rahmen der anschließenden Agape im Pfarrheim waren sehr würdig und emotionell ergreifend.

Die Verbindung zu den Schwestern und dem Orden wird allerdings nicht gänzlich abreißen, hat doch „music4you“ bereits einen Besuch bei den Schwestern im Mutterhaus in Wien geplant, so Chorleiterin Eva Bahr.