Erstellt am 14. Juni 2016, 10:50

von Benjamin Schlöglhofer

Oldtimerrennradliebhaber auf Rundfahrt in der Region. Letztes Wochenende durchstreiften Oldtimerrennradliebhaber auf ihren Gefährten die Region. 638 Personen nahmen teil.

Bürgermeisterin Anna Steindl war begeistert von der Veranstaltung und freut sich auf ein Wiedersehen in drei Jahren. Weiters auf dem Bild: Horst Watzl und Martin Friedl vom Organisationsteam.  |  NOEN, Benjamin Schlöglhofer
Mit alten Rennrädern über Feldwege und Schotterpisten zu fahren, das hört sich im ersten Moment unsinnig an. Nicht aber für die über 600 Nostalgiefans, die letzten Sonntag bei der Oldtimerrennradrundfahrt „In Velo Veritas“ den Bezirk erkundeten. Von Wolkersdorf ausgehend konnten die Teilnehmer bis Pavlov in Tschechien die Landschaft und Kultur der Region kennenlernen.

„Das ist kein Rennen, es gibt keinen Druck. Die Leute sollen mit genussvoller Gelassenheit einen schönen Tag im Weinviertel verbringen“, erklärte Horst Watzl, einer der Hauptorganisatoren, das Motto der Veranstaltung. Und das dürfte Watzl und seinen Kollegen gelungen sein. Johannes Schrems, ein Teilnehmer aus Wien, kann die „lässige“ Strecke nur loben: „Man bekommt einen netten Eindruck von der Region. Es ist auch anspruchsvoll. Die Veranstalter denken sich jedes Jahr etwas Neues aus.“

Das wird vom Team rund um Watzl bewusst so gehandhabt. Sechs Monate lang wird die Strecke vor dem eigentlichen Termin ausgeforscht. Durch dutzende Kellergassen verläuft sie. Die Labestationen sind Heurige. Horst Watzl sagt: „Wir wollen das Weinviertel in all seiner Vielfalt herzeigen.“

Unverkennbare Veranstaltung

Da wundert es nicht, dass jeder Teilnehmer im Ziel eine Flasche Grünen Veltliner bekommt. Die schöne Landschaft in Kombination mit den rausgeputzten Oldtimerrädern macht „In Velo Veritas“ zu einer unverkennbaren Veranstaltung. Das älteste Fahrrad am Kurs war ein 32er Jahrgang.

Es hatte nur drei Gänge. „Da kommt man schon teilweise ins Schwitzen“, meint Watzl und schmunzelt. Gegen 19 Uhr trafen die letzten Teilnehmer im Ziel ein. Dort auf dem Platz vor dem Schloss Pavlov entspannten sich die Radfahrer, genossen das schöne Wetter und tauschten sich über ihre Räder aus.

„Uns war das Wichtigste, dass die Leute gut herkommen und dass nichts passiert“, fasst Watzl zusammen und ergänzt: „Wenn die Leute ins Ziel kommen, haben sie ein Lächeln im Gesicht und darum geht´s.“