Mistelbach

Erstellt am 09. Juli 2016, 04:49

von Benjamin Schlöglhofer

Noch kein Pächter. Im Gemeinderat wird gestritten, ob und wie viel ein zukünftiger Pächter zu den Renovierungskosten beisteuern könnte.

Das zweistöckige Gebäue zieht sich noch weit nach hinten. Dimensionen, die sich sehen lassen können.  |  NÖN, Michael Pfabigan

Trotz Widerständen aus der Opposition brachte die ÖVP bei der Gemeinderatssitzung am 30. Juni die Vergabe der Bauaufträge für die Sanierung des Gasthauses Obersdorf mit der eigenen Mehrheit durch. Johannes Schwarzenberger von „MIT:uns“: „Die machen, was sie wollen.“

Der Grund, warum sich die Grünen und MIT:uns sträuben ist, weil ihrer Meinung nach vor Baubeginn ein Mietvertrag mit einem Pächter abgeschlossen werden sollte. Dieser könnte auch die Kosten für die Einrichtung der Küche übernehmen. „Um die Ernsthaftigkeit des Vorhabens zu untermauern“, so MIT:uns. Sie befürchten, dass die Gemeinde auf den Kosten sitzen bleiben könnte.

Es wird mit Renovierungskosten von circa 1,7 Millionen Euro gerechnet. Laut MIT:uns würde die Amortisierung bei jährlichen Einnahmen von 42.000 Euro und 7.000 Euro Betriebskosten etwa 60 Jahre dauern. Erst vor kurzem war ein potenzieller Pächter des Wirtshauses wieder abgesprungen.

Die seit Jahren leer stehenden Gasträume des großen Gebäudekomplexes beschäftigen den Gemeinderat seit mittlerweile drei Wahlperioden. Nun soll der Gebäudetrakt renoviert und anschließend vermietet werden. Dadurch erhofft man sich auch, dass das Ortszentrum wieder lebendiger wird.