Erstellt am 20. November 2015, 05:03

von Josef Christelli

Platz für ein Museum?. Heimatforscher Gerhard Toifl will im alten Gebäude einen Ort für die Kleinodien der Gemeinde sehen.

Die alte Schule als Museum, die Idee kursiert in Ladendorf schon länger.  |  NOEN, Christelli

Der NÖN-Artikel über den Verfall der alten Schule beim Pfarrhof geht durch den Ort und weckt Erinnerungen.

„Heimatforscher“ Gerhard Toifl hatte einst im Zuge der Erstellung eines Gemeinde-Leitbildes den vom damaligen Bürgermeister Othmar Matzinger bestellten zuständigen Ausschuss-Obmann Heinz Schwarzmann auf die alte Schule aufmerksam gemacht und schon damals für den Kauf und die Einrichtung eines Museums plädiert.

Noch heute ist Toifl überzeugt, dass sowas funktionieren würde: „So viele alte Gebäude sind repariert worden, beipielsweise der Pfarrstadel und der Pfarrhof. Es gibt viele Leute im Ort, die auch was tun wollen und bei einer Sanierung aktiv mithelfen. Ich glaube, es müsste funktionieren“, ist Toifl überzeugt, obwohl er den baulichen Zustand des Gebäudes nur von außen kennt.

Im heurigen Frühjahr hat Toifl in Garmanns mit einigen Gleichgesinnten eine Ausstellung mit Fotos und Urkunden von anno dazumal organisiert und einen riesigen Erfolg damit gehabt, selber hat er eine Sammlung alter Geräte und Werkzeuge eingerichtet: „Nur Sachen zu denen ich einen Bezug habe, mir wird viel angeboten, aber ich habe zuwenig Platz“, so der interessierte Vergangenheitsforscher.

Er weiß, dass es viele Dinge gibt, die hergezeigt und vor allem der Nachwelt erhalten werden sollten: „In Ladendorf war ein Eisen-Heilbad, alle Handwerksberufe gab es, vom Schmied bis zum Schneider, die Geschichte des Ölteiches, die Münzfunde auf der Garmannserstraße, Unterlagen und Bilder des Schlosses und Gutshofes muss es geben. Also genug Material für ein Museum oder Archiv zur Erhaltung wertvoller Informationen“, ist Toifl sicher.

Die Gemeinde müsste das Gebäude zurückkaufen und in kleinen Schritten renovieren, natürlich hätte das Dach Dringlichkeitsstufe eins. Toifls Kritik ernten auch Verschönerungs- und Dorferneuerungsverein: Diese seien hier inaktiv, ein Museumsverein könnte in dieser Lücke aktiv werden.

Allerdings: Seinerzeit scheiterte der Ankauf durch die Gemeinde an der für das Gebäude geforderten Summe, heißt es aus der Gemeinde. Ob sich daran etwas geändert hat, ist fraglich.