Mistelbach

Erstellt am 20. Oktober 2016, 02:18

von Michael Pfabigan

Spiel mit dem Image. Vier Tage lang sollen in Mistelbach Filme über „Mistelbacher“ gezeigt werden. Gemeinde reserviert 10.000 Euro.

zVg, zVg

Wenn in der Bundeshauptstadt der Ruf: „Du Mistelbacher!“ erschallt, dann ist meist kein Bewohner der Bezirkshauptstadt gemeint: Wahrscheinlicher ist, dass mit diesem „Mistelbacher“ ein Wiener Polizist gemeint ist.

Freundlich ist die Bezeichnung nicht gerade gemeint, sie setzt dem Weinviertel allerdings ein sprachliches Denkmal. Warum das nicht nutzen, dachten sich Filmemacher Manfred Asperger, Dokumentarfilmer Andreas Kuba und Film.Kunst.Kino-Initiator Herbert Marko, drei Herren mit starkem filmischen Hintergrund: Warum nicht ein Mistelbacher-Filmfestival in Mistelbach organisieren, fragten sich die drei. Geht alles nach Plan, dann soll im kommenden Jahr das erste Polizeifilmfestival in Mistelbach stattfinden.

„Assoziationen mit Mistelbachern und Polizisten sind da durchaus erwünscht“, sagt Kulturstadtrat Klaus Frank, der die Idee im Gemeinderat präsentierte. Wer Veranstalter des Festivals sein soll, die Gemeinde, der Verein Film.Kunst.Kino oder überhaupt ein noch zu gründender Verein, ist noch offen.

Jedenfalls reservierte die Stadtgemeinde für die das Festival einmal 10.000 Euro - ob sie auch gebraucht werden, hängt davon ab, welche Sponsoren für das Festival gewonnen werden können.

Zielpublikum für das Mistelbacher Mistelbacher-Filmfestival sollen alle Liebhaber von Krimis, Thrillern und Detektivgeschichten sein. Beim Programm soll auf die große Bandbreite des Polizeifilm-Genres gesetzt werden.

Diskussionen, Kulinarik und Musikveranstaltungen sollen laut Konzept das Angebot abrunden. Angedacht ist eine Laufzeit von Donnerstag bis Sonntag.

Geht alles nach Plan, so soll der Gemeinderat gegen Jahresende sein Okay zu den Plänen geben, hoffen die drei Initiatoren. Angepeilter Festivaltermin ist Ende Mai 2017.