Poysdorf

Erstellt am 19. September 2017, 07:54

von Werner Kraus

Die eigene Stadt sensibler erleben. GEH-Spräch: Bei interaktivem Spaziergang durch den Ort wurde Stadtentwicklung diskutiert.

„Das Stadtwappen drückt es deutlich aus: Der Weinbau hat Menschen, Ortsbild und Wirtschaft geprägt“, betonte Architekt Martin Rührnschopf, der den GEH-Spräch-Spaziergang durch Poysdorf leitete.

ORTE Architekturnetzwerk NÖ veranstaltet seit drei Jahren interaktive GEH-Spräche, um die Orts- oder Stadtentwicklung anhand von Gebautem und Ungebautem zu entschlüsseln. Das gemeinsame Promenieren, das dabei miteinander Reden und Betrachten sind Werkzeuge, um die Umwelt intensiver wahrzunehmen und sensibler für den umgebenden Lebensraum zu werden.

Ortskerne neu beleben

So war es Architekt Rührnschopf ein Anliegen Ortskerne neu zu beleben und zu besiedeln und nicht nur in neuen Siedlungen das Heil zu finden. Für die Verwertung von Leerstandsobjekten sollten hier kreative Lösungen gefunden werden. Trotz der Belastung durch den massiven Durchzugsverkehr auf der Brünnerstraße, haben sich ein buntes kulturelles Leben sowie ein stabiler Tourismus in der Weinviertler Kleinstadt entwickelt.

Der Wahrnehmungsspaziergang führte durch die Plätze der Stadt, vorbei an den Schulen und dem alten Kapuzinerkloster hinaus in den Winzerhof der Familie Riegelhofer. Das Bahngelände und der Prinz Eugenpark waren ebenso ein Thema bei der Besichtigung wie der Poybach und sein Umfeld.