Poysdorf

Erstellt am 23. April 2017, 04:00

von Werner Kraus

Sicherheit für Wild und Mensch. Zahlreiche Unfälle und Sachschäden konnten verhindert werden.

Mit 60 bis 70 % weniger Wildunfällen haben sich die Wildwarner in der Region Poysdorf bestens bewährt: Johann Heindl, Andreas Berger, Klaus Hofer, Hermann Schmid, Gerhard Doppelhofer, Thomas Grießl.  |  Werner Kraus

Vor zwei Jahren wurde im Hegering Poysdorf damit begonnen, die wirkungsvollen, blauen „Huterl“ auf den Leitpflöcken zu montieren. Es sind nicht, wie manche meinen, Mini-Radargeräte zur Geschwindigkeitsmessung, sondern es handelt sich dabei um Wildwarner, betonte Hegeringleiter Andreas Berger bei einer Bilanzpressekonferenz.

74 Prozent weniger Wildunfälle

Minus 74 Prozent an Wildunfällen in der Katastralgemeinde Poysdorf, sowie minus 60 Prozent auf der Strecke von Kleinhadersdorf nach Neudorf sind tolle Ergebnisse. Damit konnten neun Wildunfälle vermieden werden. Abgesehen von persönlichen Verletzungen von Mensch und Tier, wurden damit auch Sachschäden im Wert von 19.000 Euro vermieden, betonte der Hegeringleiter.

Ein Drittel der Kosten trägt das Land Niederösterreich, bei den verbleibenden zwei Drittel wurden die Jäger von der Wirtschaft und der Stadtgemeinde Poysdorf unterstützt. So haben die Sparkasse Poysdorf, das Kabelwerk Gebauer & Griller und Auto Parisch die Kosten für je einen Kilometer Verkehrssicherheit in Poysdorf übernommen. Ein Danke auch an Erich Habermann, der für die laufende Reinigung und damit auch die Erhaltung der Wirkung der Reflektoren sorgt.

Heuer sind in den Kerngebieten, wo die meisten Unfälle waren, Verdichtungen der Warner mit akustischen Warnern geplant. Ameis – Kleinhadersdorf und Kleinhadersdorf – Mistelbacher Wald stehen auf dem Ausbauprogramm 2017. 60 bis 70 % Minus liegt weit über den Erwartungen. Das dürfte wahrscheinlich daran liegen, dass im Gebiet sehr viele Wildunfälle in der Nacht passieren.

In den Weingärten hat das Wild eine gute Deckungsmöglichkeit. Im Bezirk Gänserndorf gibt es im Vergleich sehr viele Tag-Wildunfälle, weil hier das Wild durch viele offene Flächen, aber auch durch den Verkehr während des Tages wesentlich mehr Unruhe hat, wird von den Experten vermutet.

Johann Heindl, der das Projekt wesentlich mitgetragen und mitorganisiert hat, sieht in dieser Bilanz die Bestätigung, dass die finanziellen Mittel in den Wildwarnern sehr gut angelegt sind. Bürgermeister Thomas Grießl dankte den Jäger für diese Initiative.