Erstellt am 17. September 2015, 09:26

von Werner Kraus

Trinkwasser aus der Halle. Nicht nur der Wein, sondern auch das Wasser ist in guter Qualität und Menge in Poysdorf vorhanden. Die nächsten Generationen sind nach Millionen-Projekt versorgt.

Bürgermeister Thomas Grießl (vorne Mitte) eröffnete gemeinsam mit David Jilli, Josef Fürst, Pfarrmoderator Josef, Erich Grabler, Gertrude Riegelhofer, Herbert Kranner, Karl Pech, Herbert Bauer, Otto Swoboda, Hans Peter Vodicka und Martin Rieder die neue Wasseraufbereitungsanlage bei Maria Bründl.  |  NOEN, Werner Kraus

Die neue Wasseraufbereitungsanlage im Poysdorfer Wasserschutzgebiet Wilhelmsdorf/Kleinhadersdorf wurde feierlich eröffnet.

„Mit der 2,2 Millionen teuren Anlage können wir das Poysdorfer Trinkwasser für die nächsten Jahrzehnte sichern“, sagte Bürgermeister Thomas Grießl in seiner Ansprache. Er dankte dabei dem früheren Stadtrat Karl Pech sowie Gertrude Riegelhofer, welche die Vorarbeiten für dieses Projekt leisteten.

Ausgezeichnetes nitratarmes Trinkwasser

Eng mit dem Thema Wasserwerk ist auch Stadtamtsdirektor Otto Swoboda verbunden. Er verfügt über großes Know-how und präsentierte bei der Eröffnung die Geschichte des Poysdorfer Wasserwerkes: In den Fünfzigerjahren, als es öffentliche Brunnen und Hausbrunnen gab, waren Kinderlähmung und Thyphus ein Thema.

Die Brunnen waren bakteriell verschmutzt und daher ordnete die Landesregierung eine Sanierung oder einen Neubau einer zentralen Wasseraufbereitungsanlage an. Mit dem Wasser im Erlenwald bei Maria Bründl hat Poysdorf ein ausgezeichnetes nitratarmes Trinkwasser, welches durch ungefährliche Eisen- und Mangananteile für ein Zuwachsen der rund 80 Kilometer langen Wasserleitungen in Poysdorf sorgt.

Mit der nun eröffneten Anlage hat Poysdorf bereits die dritte derartige Anlage in Betrieb. Neu ist, dass die Wasseraufbereitung von Brunnen in der letzten Version nun in einer Halle erfolgt und damit auch viel wartungsfreundlicher geworden ist. Die Projektierung und Bauleitung erfolgte durch Herbert Kranner.

Täglich 1,7 Millionen Liter

Von Maria Bründl aus wird bis nach Poysbrunn die gesamte Großgemeinde mit Wasser versorgt. Im Durchschnitt werden täglich 1,7 Millionen Liter benötigt, an Spitzentagen - wie im heurigen Sommer - waren es bis zu 3,3 Millionen Liter. Die Brunnen befördern fünf Millionen Liter, die Aufbereitungsanlage kann täglich 4,3 Millionen Liter verarbeiten, sodass Poysdorf nicht nur über viel guten Wein, sondern auch ausreichend Wasser verfügt.

Damit in der Praxis auch alles gut laufen kann, setzte die Gemeinde auch auf Unterstützung „von oben“, daher segnete Pfarrmoderator Josef die Aufbereitungsanlage.