Erstellt am 05. Mai 2016, 06:14

von Michael Pfabigan

Privat im Freibad: Polizisten auf Abruf. Gehen Polizisten in ihrer Freizeit ins Weinlandbad, melden sie sich bei der Kassa - und werden bei Bedarf angefordert.

Ein Thema, das keinen kalt lässt - nicht mal am 1. Mai: Das Weinlandbad bekam einen entsprechenden Mai-strich.  |  NOEN, zVg

Heftig diskutiert wird eine Woche vor Beginn der Badesaison, mit welchen Maßnahmen sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen im Weinlandbad verhindert werden können. Die Stadtgemeinde lehnt eine Aufstockung des Badpersonals oder die Einsetzung einer Security-Truppe ab.

Einen Vorschlag, wie das Bademeisterteam trotzdem unterstützt werden kann, hat Sport- und Sicherheitsstadtrat sowie Bezirkspolizeikommandant Florian Ladengruber: „Ich habe angeregt, dass sich Polizisten, die ins Freibad gehen, bei der Kassa deklarieren. Wenn es zu Vorfällen kommt, kann der Bademeister sie zu Hilfe rufen.“

Denn es gibt einen wesentlichen Unterschied: Ein Bademeister, ebenso wie ein Securitymann, kann einen Verdächtigen lediglich anhalten. Wenn der nicht willig ist, bringt das nichts. Wenn sich ein Polizist allerdings in Dienst stellt, kann er gleich amtshandeln und entsprechend einschreiten.

„Auch wenn manche mit dem Thema nur Ängste schüren wollen: Man muss die Sorgen der Menschen ernst nehmen“, ist Ladengruber überzeugt.

„Die Leute sollen wissen, dass wir gerüstet sind, falls etwas passiert!“ In der Prävention seien ohnehin alle gefordert, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.