Erstellt am 12. Mai 2016, 06:34

von NÖN Redaktion

Wenn der Druck zu groß ist. Feuerwehrpeers helfen den Helfern, wenn sie im Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

Die Feuerwehrpeers des Bezirkes Mistelbach wurden mit Einsatztaschen ausgestattet. Im Bild: Rudolf Schamann, Verena Olsacher, Siegbert Neubauer, Kurt Nekam, Werner Kraus und Barbara Heß.  |  NOEN

Peers, das sind Feuerwehrmitglieder, die speziell ausgebildet wurden, um ihren Kameraden bei der Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen zu helfen.

Kurt Nekam ist Viertelsvertreter im Ausschuss psychologischer Dienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, gehört seit 2003 den niederösterreichischen Feuerwehrpeers an und ist damit ein Mann der ersten Stunde. Zu Beginn war diese Tätigkeit sehr stark von den Feuerwehrkuraten getragen, heute sind viele Laien mit dabei. Insgesamt gibt es 61 Peers, sechs davon im Bezirk Mistelbach. Neben Kurt Nekam sind dies Verena Olsacher und Barbara Heß, Rudolf Schamann, Siegbert Neubauer und Werner Kraus.

Die Feuerwehrpeers werden vom Feuerwehrkommandanten bei schwierigen Einsätzen angefordert. Sie sind aber auch bei Übungen und Winterschulung präventiv tätig, um die Feuerwehrmitglieder über die Arbeit und die Aufgaben der Peers zu informieren. „Unser Spitzenjahr waren 14 Einsätze“ erzählte Kurt Nekam über die Arbeit. „Ich habe hier im Bezirk Mistelbach ein sehr gutes Team und so werden auch das Bewusstsein und die Nutzung laufend mehr!“

Er überreichte den Feuerwehrpeers des Bezirkes die neuen roten Einsatztaschen. In diesen Taschen befindet sich alles, was man so für einen Peereinsatz benötigt.