Erstellt am 22. Mai 2016, 04:04

von Ingrid Fröschl-Wendt

Pure, sakrale Erholung. Gleichenfeier: Beim Silence Spa der Therme Laa orientierte sich der Architekt an einer Kathedrale. Die Dachgleiche wurde gefeiert, im November soll der Zubau eröffnet werden.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Eine gotische Kathedrale hatte sich der Architekt für das neue Silence Spa zum Vorbild genommen, erzählt Vamed-Geschäftsführer Walter Troger.

Das war bei der großen Feier zur Dachgleiche des neuen Thermen-Zubaus klar zu erkennen: Die schmale, in die Höhe strebende Architektur, die schlanken Säulen, die lange Reihen bilden - all das lässt eine historische Architektur erahnen.

Mit der Dachgleiche war dem breiten Publikum ein erster Einblick in die Baustelle des neuen Silence Spa gestattet. Er soll dem Leitbetrieb der Region ganz oben im Norden neuen Input verschaffen.

Ruhe und Entspannung stehen im Fokus. In den einzelnen Bereichen des neuen Silence Spas wird der Bezug auf sakrale Ruhe immer wieder aufgegriffen.

Etwa bei den Saunen in Form von Kapellen, einem Außenbereich, der einem Klostergarten nachempfunden ist, oder den Verzierungen des gewaltigen Brunnen-Turms mit Anklängen an gotisches Maßwerk.

Für Laas Bürgermeisterin Brigitte Ribisch ist der Zubau eine wichtige Absicherung des Standortes, den sich die Stadt 1,2 Millionen Euro kosten lässt. Insgesamt werden 21 Millionen verbaut. 75 Prozent der Aufträge wurden an Firmen aus Niederösterreich vergeben, berichtete Troger.

Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav, Ehrengast der Dachgleichenfeier, strich die Bedeutung der Laaer Therme für den Tourismusmarkt heraus: „Ein Drittel aller Nächtigungen kommen aus dem Gesundheitstourismus.“ Auch der Ausflugstourismus sei ein wichtiges Segment in Niederösterreich.

Das bedient Laa durch die Tagestherme. „Bis 2020 wollen wir sieben Millionen Nächtigungen haben, dazu fehlen uns noch 200.000. Um das zu erreichen, zählen wir stark auf die Therme Laa“, scherzte sie.

Nach der Landesrätin war traditionell ein Lehrling am Wort: Johann Kurz durfte den Gleichen-Spruch aufsagen, ein Achterl Weißwein trinken und anschließend das Glas zerschmettern. Die Scherben sollen Glück und eine unfallfreie Baustelle garantieren.

Rund um die Feier wurden Führungen durch die Anlage angeboten, und wo in einem halben Jahr schon Wasser plätschern wird, durften die Besucher durchspazieren. Noch vor Weihnachten soll das Silence Spa übrigens eröffnet werden.


Zum Silence Spa

  • Eröffnung: Ende November
  • Bisherige Bauzeit: zehn Monate
  • Platz für 140 Personen
  • 360 Quadratmeter Wasserfläche
  • Das Angebot: drei Releaxoasen, ein Restaurant, Loungebars, zwei Saunen, ein Dampfbad, ein Micro Salt Room und ein Solebecken.