Erstellt am 24. August 2016, 05:00

Olé! Kiesenhofer in Spanien die Beste. Die Niederkreuzstettnerin Anna Kiesenhofer holte sich den Gesamtsieg in der Copa de Espana und träumt weiter vom Profitum.

 |  del Mortirolo

Ein wenig untergegangen im Zeichen der olympischen Ringe ist eine weitere sportliche Erfolgs meldung: Die gebürtige Niederkreuzstettnerin Anna Kiesen hofer, die derzeit in Barcelona ihr Doktoratsstudium absolviert, holte sich den Gesamtsieg in der Copa de Espana (spanische Bundesliga), der prestigeträchtigen Rennserie Spaniens für Damenradfahrer innen.

Zu Beginn des Jahres hätte sich die 25-Jährige das nicht im Traum vorstellen können: „Ich hatte im Jahr davor nur Rennen auf regionaler Ebene bestritten und das Niveau war doch niedriger als bei der nationalen Rennserie.

„Bis zu den ersten wichtigen Erfolgen dauert es bei den meisten eine Weile, aber diesen Traum gebe ich nicht auf.“

Anna Kiesenhofer träumt weiter von einer Profikarriere.

Im Laufe der Saison habe ich dann aber einen recht sicheren Vorsprung im Punkte-Klassement herausgefahren, sodass der Gesamtsieg immer wahrscheinlicher wurde.“ Kiesenhofer analysierte weiters: „Mein Vorteil dabei war, dass ich bei allen Rennen ohne Pannen durchgekommen bin und außerdem meine Stärken am Rad recht ausgeglichen sind, sodass ich auf verschiedenstem Terrain Punkte sammeln konnte.“ Wer jetzt aber meint, dass der Weg zu einer Profi karriere vorbestimmt ist, der irrt:

Tour de l’Ardeche in Frankreich

„Bei internationalen Rennen ist das Niveau nochmals deutlich höher. Man muss geduldig sein, sich Schritt für Schritt beweisen. Bis zu den ersten wichtigen Erfolgen dauert es bei den meisten eine Weile, aber diesen Traum gebe ich nicht auf.“ Den ersten Schritt wird Kiesenhofer im September machen: Da geht es nach Frankreich zur Tour de l’Ardeche, einem sechstägigen UCI-Etappenrennen, das für seine vielen schweren Anstiege bekannt ist und wo sich natürlich auch die besten internationalen Damen messen werden.

Die Radrennen bei den Olympischen Spielen hat die Weinviertlerin natürlich intensiv verfolgt: „Vor allem die Damenrennen haben mich interessiert. Für den Rest blieb aber nicht so viel Zeit, da ich in der Endphase meines Studiums bin. Fad wird mir nicht.“