Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:02

von Josef Christelli

Rätsel um verschüttete Helme. Geklärt scheint das Rätsel um deutsche Stahlhelme, die bei Arbeiten bei der Ortskapelle gefunden wurden.

Das Rätsel um die Stahlhelme lichtete sich, einer soll ins Museum in Niederleis.  |  NOEN, Josef Christelli

Museumsdirektor Gottfried Kitzler hat keinen Zeitzeugen gefunden, aber ÖKB-Obmann Franz Meisl weiß über die früheren Kriegsgräber Bescheid:

„Die deutschen Soldaten waren auf der anderen Seite der Fundstelle - also auf der Südseite der Kapelle - begraben. Von dort wurden die Überreste Anfang der 1980er-Jahre exhumiert und nach Allentsteig gebracht“, so Meisl, der weiß, dass auch in Helfens und am Niederleiser Heldenfriedhof an der Thomasler Straße damals exhumiert wurde.

x  |  NOEN, Josef Christelli
Warum die Stahlhelme übrig geblieben waren, ist ihm ein Rätsel. Vermutlich waren die in Reih‘ und Glied zwischen den Bäumen aufgelegt und mit Erdreich überschüttet worden. Was mit den Helmen passiert, ist offen. Vom Heldenfriedhof in Niederleis wurden Stahlhelme immer gestohlen:


„Dann haben wir einen Helm mit Beton ausgefüllt und befestigt, der ist noch da“, so Meisl.

Auch wer die Gefallenen waren, ist nachvollziehbar. Die Namen stehen am Gedenkstein auf der anderen Seite der Kapelle. Auch weil nichts gefunden wurde, weder ein Blechstück, Erkennungsmarken oder sonst ein Hinweis, nicht einmal ein Knopf einer Uniform, ist ein anderes Grab unwahrscheinlich. Denn dann hätte sich mehr als nur die Helme gefunden.