Mistelbach

Erstellt am 15. Juni 2017, 04:00

von Edith Mauritsch

Eigenkapital-Grenze deutlich übererfüllt. Die Mistelbacher Raiffeisenbank im Weinviertel präsentierte ihre Jahresbilanz mit steigender Tendenz.

Obmann Christian Resch, Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Wiesinger und die Geschäftsleiter Manfred Hanusch und Markus Wirrer holten zwei langjährige Mitarbeiter vor den Vorhang: Alexandra Olscher zum 20. und Manfred Holzapfel zum 35. Dienstjubiläum.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Reges Interesse herrschte bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank im Weinviertel, der Stadtsaal füllte sich bis auf den letzten Platz. Eine leichte Übung für Obmann Christian Resch und die Geschäftsleiter Markus Wirrer und Manfred Hanusch bei einer Bilanz, die steigende Tendenz aufweist.

Steigerung im Einlagen- und Ausleihungsbereich

Sowohl im Einlagen- als auch im Ausleihungsbereich erzielte das Institut respektable Steigerungen. Mit fast 45 Prozent nehmen unselbstständig Erwerbstätige den Löwenanteil der Kreditnehmer ein, gefolgt von Handel und Gewerbe mit knapp 22 Prozent. Interessant zu sehen, dass die ursprüngliche Hauptkundschaft von Raiffeisen, der landwirtschaftliche Sektor, nur mehr mit 8,9 Prozent vertreten ist. Eine Entwicklung, die auch bei anderen Raiffeisenbanken zu beobachten ist.

Den ausgewiesenen Jahresgewinn von fast 2,2 Millionen Euro sieht die Revision als ausreichend an. Wiewohl ein Teil des Betrages sogenannten Sondereffekten geschuldet ist, bedingt durch gesetzliche Änderungen in Bezug auf Rücklagenbildung und Steuerlatenz. Dividende gibt es trotzdem keine, der Bilanzgewinn wird zur Gänze den Rücklagen zugeführt. Die Eigenmittelquote stieg auf 21,5 Prozent, damit werden gesetzliche und Vorgaben der Europäischen Zentralbank mehr als erfüllt.

Resch ortete die Zukunft des Institutes als regionale Digitalbank und vice versa, verbunden mit einer Vertrauensbeziehung zum Kunden, um gegen die aggressiv in den Retailmarkt drängenden Onlinefinanzanbieter bestehen zu können. Er sieht allerdings auch die Politik gefordert: „Es ist Chancengleichheit herzustellen zwischen lokalen Firmen, die Steuern zahlen und für regionale Wertschöpfung stehen“, sieht Resch klar Handlungsbedarf.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Obmann-Stellvertreterin Irmgard Hiess und Martina Hafner wiederbestellt, Josef Wiesinger (erhielt das Ehrenzeichen in Bronze) und Gottfried Klinghofer (Raiffeisenmünze in Silber) scheiden aus. Von Seiten des Aufsichtsrates gehen Gerhard Staffel, Leopold Richter, Thomas Wimmer, Robert Holzer und Melanie Meißl in die nächste Funktionsperiode.