Erstellt am 17. Februar 2016, 05:04

Rehbock angeschossen: Angst vor Tierquälern oder Wilderern. Tier qualvoll verendet. Polizei bittet um Hinweise.

Spaziergänger fanden in der Nähe von Gaubitsch im Gebiet Schmalliesen einen sterbenden Rehbock, der angeschossen war. Sie verständigten einen Jäger aus dem Ort, der das Tier von seinen Qualen erlöste. Außerdem wurde bei der Polizeidienststelle in Laa Anzeige gegen den oder die unbekannten Täter erstattet.

"Tier hat sicher wochenlang gelitten"

Jagdleiter Rudolf Brunner fragt sich, wer so etwas macht: „Im jungen Rehkörper, welcher noch in der Geweihentwicklung war, wurde das Projektil eines Kleinkalibergewehres gefunden. Es ist schade um den Bock. Außerdem ist jetzt Schonzeit“, klagt er. Alois Groll, der zuständige Polizeibeamte und selbst Jäger, ist fassungslos. Die Schussverletzung muss dem Bock vor langer Zeit aus kurzer Distanz zugefügt worden sein: „Das Tier hat sicher wochenlang gelitten und musste dahinvegetieren“, ist er sicher.

Ein Jäger kann es nicht gewesen sein, da das Projektil zu einem Kleinkalibergewehr (Flobertgewehr) gehört. Mit solchen Gewehren schieße kein Jäger auf ein Reh, da diese eine schwache Leistung haben, erklärt Groll. Aufgrund des unversehrten Projektils wäre es möglich, im Vergleich bei der Untersuchung der Schusswaffe den Täter zu überführen.