Erstellt am 19. Mai 2016, 09:24

von Michael Pfabigan

Rot-Kreuz-Wahl ist aufgehoben. "Demokratische Mängel" - Nach dem Einspruch gegen die Wahl des Bezirksstellenleiters müssen Rotkreuzler noch mal zur Urne.

Clemens Hickl tritt wieder mit dem gleichen Team an. Beim ersten Wahlgang erhielt er zwei Drittel der Stimmen.  |  NOEN, zVg

Zurück zum Start: Die Wahl des Rotkreuz-Bezirksstellenleiters wurde nach dem Einspruch eines Rotkreuz-Mitglieds in zweiter Instanz aufgehoben.

Jetzt müssen die Rotkreuz-Mitglieder Anfang Juni wieder zur Urne. Und Klaus Schütz, bei der Wahl abgewählter Bezirksstellenleiter, ist wieder Rotkreuz-Chef.

„Stimmt, ich bin wieder der Chef“, bestätigt er im NÖN-Interview. Bei der Wahlwiederholung würden jetzt alle kritisierten Punkte eingehalten: Es wird Wahlzellen geben, weil die Wahl aufgehoben worden war, weil die geheime Stimmabgabe beim ersten Urnengang nicht möglich war. „Wir werden dafür Sorge tragen, dass eine anonyme Stimmabgabe gewährleistet ist“, sagt Schütz.

Kritisiert worden war ebenfalls, dass nicht kontrolliert wurde, ob Wähler mehrmals zur Stimmabgabe geschritten seien. Zudem war Clemens Hickl, Gegenkandidat zu Schütz, selbst in der Wahlkommission. „Auch das wird es nicht mehr geben“, bestätigt Hickl.

Keine Änderungen wird es bei den Wahlkandidaten geben: Sowohl Klaus Schütz als auch Clemens Hickl werden mit ihren Teams nochmals antreten: „Für mich hat jetzt jeder nochmal die Chance, sein Wahlprogramm für die nächsten fünf Jahre den Mitgliedern näher zu bringen!“, sagt Schütz.

Das Rote Kreuz stellt derzeit sein Notarzt-System vom NAW (Notarztwagen) auf NEF (Notarzt Einsatz Fahrzeug) um, wird da wertvolle Zeit durch die Neuwahl verloren?

„Nein“, sagt der Wieder-Bezirksstellenleiter: „Die NEF-Umstellung wurde momentan auf Eis gelegt, weil ja das Land die NAW-Versorgung allgemein neu ausgeschrieben hat. Bis zur Vergabe warten die Bezirke Gänserndorf und Mistelbach ab.“ Etwas, das dem NEF-Gegner Schütz sehr zupasskommt.

Seine Kritiker sehen in der Wartepause allerdings wertvolle Zeit verstreichen, in der schon Rotkreuz-intern überfällige Reformen umgesetzt werden sollten.