Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:03

von Peter Sonnenberg

Ruf nach Hallenbad wird immer lauter. Sportler können zum Schwimmen nur nach Breclav ausweichen, Angebot vor Ort wäre wünschenswert.

Wunsch nach Hallenbad. LAC-Harlekin Obmann Markus Reidlinger.  |  NOEN, privat

Vor gut einem Jahr legte eine Bürgerinitiative aus Mistelbach einen Aktionsplan vor, um das Weinlandbad attraktiver zu gestalten. Der Stadtrat war vom Engagement der Bürger beeindruckt und handelte. So kam es beispielsweise zur Wiedereinführung der Kurzzeitkarte, zur Verlängerung der Öffnungszeiten bei Schönwetter und zur Möglichkeit von Bahnreservierungen für Sportvereine und Schulklassen.

Wenig Alternativen im Weinviertel

Bereits im Frühjahr lobte der Sportstadtrat Florian Ladengruber den Einsatz: „Es waren wirklich gute Überlegungen und es freut uns, wenn es Leute gibt, die aus eigenem Antrieb mitgestalten wollten.“ Vor allem das neu geschaffene Angebot für Sportler bzw. Sportvereine kam gut an, wie Markus Reidlinger, der Obmann des LAC Harlekin aus Mistelbach, bestätigt:

„Die Reservierung der Bahnen für unsere Vereinsmitglieder funktionierte hervorragend und so stand einem optimalen Training nichts im Wege. Die Abstimmung mit dem Bademeister bei wechselhaften Wetterbedingungen klappte perfekt!“

Gemeinden haben Bedenken wegen Kosten

Bei all dieser Euphorie bleibt ein Wermutstropfen für „Wasserratten“ aller Altersklassen. Das bestehende Weinlandbad ist als Freibad konzipiert und kann nur in den Sommermonaten genutzt werden. Alternativen für die restlichen Jahreszeiten sind im gesamten Weinviertel kaum vorhanden. „Wir müssen in das Hallenbad in Breclav (CZ) ausweichen, da die Möglichkeiten begrenzt sind“, so Reidlinger, der darauf verweist, dass dutzende seiner Mitglieder trotzdem den weiten Weg in Kauf nehmen würden. 

Viele Gemeinden haben Bedenken wegen der anfallenden Kosten durch den Bau und Betrieb eines Hallenbads. „Wünschenswert wäre, dass der betriebswirtschaftliche Gedanke hintangestellt wird und der volkswirtschaftliche Mehrwert für alle Bürger stärker in den Fokus rückt“, so der Weihnachtswunsch von Reidlinger.