Erstellt am 13. November 2015, 05:43

von Gerhard Brey

Schrattenberg: Anonyme Drohung an Paar. Das Ehepaar Langer wird für sein kritisches Engagement in der Gemeinde anonym kritisiert und verteidigt sich nun gegen diese Vorwürfe.

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Dieser Tage flatterte allen Schrattenbergern ein besonderer "Brief" ins Postkasterl. Darin versuchen Rosa und Heinrich Langer aufzuklären, dass sie nicht die anonymen Serienanzeiger sind, die das gute Klima unter den Bewohnern seit einigen Jahren nachhaltig stören. „Anonyme Drohungen gegen uns haben diesen Schritt notwendig gemacht, denn wir haben mit dieser Flut anonymer Anzeigen, die uns zugeschrieben wird, nichts zu tun“, sagt das Ehepaar.

"Es wird ordentlich gegen uns gehetzt"

„Es ist richtig, dass wir vor einiger Zeit Missstände aufgezeigt haben. Einer unserer unmittelbaren Nachbarn hat in seinem Weinkeller regelmäßig Feste gefeiert, die gastronomischen Charakter hatten“, gibt Langer zu. Das sei inzwischen behördlich abgestellt. „Seither sind wir aber scheinbar an allen anderen derartigen Beschwerden schuld. Es wird ordentlich gegen uns gehetzt. Wir wurden sogar mehrmals anonym bedroht“, berichtet Langer weiter. Nun geht es in erster Linie um den Barfußweg, der zwar ein erfolgreiches touristisches Aushängeschild ist, aber andererseits viele behördliche Vorschriften nicht eingehalten habe. Da geht es um Flächenwidmung für die Bertihütte, um die gewerberechtliche Bewilligung für den gastgewerblichen Betrieb und um die Genehmigung hinsichtlich der Sicherheit der Geräte.

„Es ist richtig, dass wir vor einiger Zeit Missstände aufgezeigt haben.“ Heinrich Langer übte Kritik, will aber nicht an allen Beschwerden in Schrattenberg schuld sein.

Rudi Graf, Obmann des Vereins, der den Barfußweg betreut und auch mit ehrenamtlichen Mitarbeitern pflegt, dazu: „Es ist leider richtig, dass bei der Errichtung einige Hoppalas passiert sind.“ Die Begeisterung der Menschen, die sich dafür engagierten, sei „einfach zu groß“ gewesen. Auch das Wissen um alle Vorschriften seien mangelhaft gewesen. Die Hoppalas seien inzwischen bis zum gastgewerblichen Betrieb der Versorgungshütte alle in Ordnung gebracht worden „und es ist heute alles zu 100 Prozent gesetzeskonform“, beteuert Graf. „Schlimm allerdings, dass es Drohungen gegen die Familie Langer gibt, denn so geht man in Schrattenberg einfach nicht miteinander um.“

Die Langers seien engagierte Schrattenberger, denen das Wohl der Gemeinde am Herzen liegt. Allerdings seien sie auch kritisch und halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, sprechen konstruktive Kritik offen aus.