Stronsdorf

Erstellt am 12. August 2016, 03:43

von Susanne Bauer

„Ich bin auf jeden Fall gesprächsbereit“. Karin Gepperth hat, trotz Sommerpause, immer etwas für die Gemeinde zu tun. Kraft tankt sie in ihrem schönen Garten.

Bürgermeisterin Karin Gepperth verbringt ihre Freizeit am liebsten in ihrem Garten.  |  NÖN, Susanne Bauer

In den Sommermonaten geht es auch auf dem Gemeindeamt ruhiger zu, glaubt man. Die NÖN traf ÖVP-Bürgermeisterin Karin Gepperth und sprach mit ihr über die vermeintlich ruhige Zeit, ihr Verhältnis zur Opposition und darüber, wann die afghanische Familie nach Stronsdorf kommt.

NÖN: Die Urlaubs- und Ferienzeit ist meistens eine sehr ruhige Zeit – auch für Sie als Bürgermeisterin?
Karin Gepperth: Ich freute mich schon sehr auf die Sommerpause, aber auf der Gemeinde ist immer etwas zu tun. Eigentlich könnte man die Sommerzeit sogar als Hauptsaison bezeichnen. Nur manche Ämter sind aufgrund von Urlauben weniger besetzt, da heißt es warten.

Welche Arbeiten stehen im Sommer in der Gemeinde an?
Die Grünraumpflege ist aufgrund der feuchten Witterung sehr intensiv zu tätigen. Das Projekt „Friedhofsmauer in Patzmannsdorf“ konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt wurden in Eigenregie von den Gemeindearbeitern über 100 Meter Mauer neu errichtet. Da bin ich ganz stolz auf meine Mitarbeiter. Außerdem wurde im gesamten Gemeindegebiet die Kanalbefahrung mit Reinigung durchgeführt. Dabei wurden einige defekte Stellen sichtbar, die nun Stück für Stück repariert werden. Die Planungs- und Vorarbeiten für neue Bauplätze in Patzmannsdorf sind bereits im Gange.

Beim Sammelstoffzentrum hat sich ebenfalls einiges getan.
Ein wichtiges Anliegen ist mir auch, der Bevölkerung die Sinnhaftigkeit des Sammelstoffzentrums zu vermitteln. Es ist zur Gewohnheit geworden, Restmüll dort abzugeben. Doch das Altstoffsammelzentrum gehört nur für Wertstoffe wie Papier und Karton, Eisen, Sperrmüll, Styropor und Problemstoffe. Auch die Änderung der Öffnungszeiten am Kompostplatz war notwendig geworden. Diese Änderungen geschehen aber nicht, um die Bevölkerung zu ärgern, sondern um Bestimmungen einzuhalten.

Die vergangenen Gemeinderatssitzungen waren turbulent. Wie klappt derzeit die Zusammenarbeit mit der Opposition?
Seither hatte ich keinen Kontakt zu den Gemeinderäten der beiden Parteien. Trotzdem bin ich gesprächsbereit und freue mich auf positive Gespräche.

Sind die Flüchtlinge mittlerweile in Stronsdorf eingezogen?
Mithilfe der Plattform Flüchtlingshilfe-Laa ist eine junge Familie aus Afghanistan gefunden worden. Diese Familie, derzeit noch auf zwei Bundesländer verteilt, wird nach Abschluss aller Formalitäten in die Räume der ehemaligen Polizeistation im ersten Stock des Gemeindeamtes in Stronsdorf einziehen. Ein kleines Team an Helfern steht schon bereit und wird die Familie empfangen.

Wann werden Sie Ihren Urlaub genießen?
Ich genieße meine freien Tage in meinem wunderschönen Garten, wo ich mich gut erholen und entspannen kann.