Unterstinkenbrunn

Erstellt am 21. August 2016, 02:31

von Susanne Bauer

Unterstinkenbrunn: „Mehr Wohnraum entsteht“. Matthias Hartmann erzählt unter anderem, dass die Flüchtlingsfamilie, die bei ihm privat untergebracht ist, in der Gemeinde fleißig mit anpackt.

Bürgermeister Matthias Hartmann (l.) besichtigt nach dem Sommergespräch die Pflasterarbeiten vor dem Kindergarten, welche die Gemeindearbeiter Thomas Gass und Alois Hartmann mit Flüchtling Amir (v.l.) erledigen. Der Gemeindechef ist zufrieden. Nicht nur mit den Pflasterungsarbeiten, sondern auch damit, dass Amir bei den Arbeiten mit dabei ist.  |  NÖN, Susanne Bauer

Nicht einmal 600 Einwohner zählt die Gemeinde von ÖVP-Bürgermeister Matthias Hartmann. Zu tun gibt es in Unterstinkenbrunn trotzdem einiges. Was genau, darüber sprach die NÖN mit dem Gemeindechef.

NÖN: Momentan ist Urlaubs- bzw. Ferienzeit. Konnten Sie Ihren Urlaub schon genießen oder steht er noch bevor?
Matthias Hartmann: Ich war bereits bei der EM in Frankreich. Diese Zeit hab‘ ich sehr genossen, da ich dort auch meine Schwester mit ihrer Familie besucht habe. Wenn alle anstehenden Arbeiten in der Gemeinde erledigt sind, dann möchte ich noch ein paar Tage mit meinem Rad unterwegs sein.

Welche Arbeiten sind demnächst noch in Unterstinkenbrunn zu erledigen?
An der Ortsstraße von der L 20 zum Kunstwerk Springbrunnen werden Vorarbeiten zur Verlegung von Energie, Beleuchtung und die Leerverrohrung für die Glasfaserkabel, sowie der Regenwasserkanal gemacht.

Was waren die wichtigen Beschlüsse Ihrer jüngsten Gemeinderatssitzung?
Gemeinderat Robert Machinek stellte den Antrag auf Abriss des Springbrunnens, in dem sich ein Kunstwerk befindet. Die Abstimmung ging aber mit neun zu fünf Stimmen dagegen aus. Ich werde nun das Gespräch mit den Gemeinderäten und dem Künstler suchen, damit wir eine Lösung finden, die für alle ok ist.

In Unterstinkenbrunn gibt es ein Freibad. Wie ist der Besuch in dieser Saison?
Obwohl die Tage oft von Gewitter oder Regen unterbrochen sind, ist der Besuch gut. Doch liegen mir noch keine Zahlen vor, daher lässt sich eine Abrechnung noch nicht abschätzen. Es freut mich aber, dass wir im Buffet ein neues Angebot an fair-trade Produkten anbieten können. So gibt es in Zusammenarbeit mit den regionalen Kaufleuten Kaffee, Säfte, Getränke und Eis auf fair-trade Basis.

Welche Aktivitäten planen Sie in diesem Jahr?
Gemeinsam mit dem Sonderwohnprogramm Wohn.Chance.NÖ – eine Aktion des ehemaligen Landesrates Wolfgang Sobotka, welche den sozialen Wohnbau fördern möchte –, sollen in Unterstinkenbrunn acht Wohnungen gebaut werden. Die Gemeinde stellt für dieses Projekt den Grund für 65 Jahre zur Verfügung. Eine Wohnbaufirma soll die acht Wohnungen mit je 50 Quadratmetern errichten. Die Miete wird 350 Euro brutto betragen. Dadurch soll für Jugendliche, Lehrlinge, Studenten, aber auch Jungfamilien leistbarer Wohnraum in der Siedlung am Graben entstehen. Einen diesbezüglichen Beschluss werden wir sicher in unserer nächsten Gemeinderatssitzung fassen.

Stichwort Flüchtlinge ...
Bei uns ist eine Familie privat untergebracht. Eine Mutter mit Tochter und Sohn. Die beiden Jugendlichen besuchen fleißig ihre Deutsch-Kurse und haben bereits das Niveau A1 erreicht. Außerdem helfen sie bei Arbeiten in der Gemeinde. Die Tochter ist im Freibad beschäftigt. Der Sohn hilft bei Pflasterarbeiten im Eingangsbereich vor dem Kindergarten mit.