Staatz

Erstellt am 08. August 2016, 10:47

von Ingrid Fröschl-Wendt

Neue Wege am Staatzer Berg. Der Staatzer Berg ist neben seiner Bedeutung als kulturhistorisches Denkmal durch seinen besonderen Kalkfelsenuntergrund auch Lebensraum für eine außergewöhnliche Flora und Fauna. Dieser Trockenrasen war auch ein Hauptgrund, den Staatzer Berg zum Naturdenkmal zu ernennen.

Die Baumvegetation am Südhang des Staatzer Berges wurde entfernt, um den Wurzeldruck auf das Gestein zu verringern.  |  noen, Johann Kiessling

Seit zwei Jahren wird mit Unterstützung von Fachleuten und einiger freiwilliger Helfer aus der Marktgemeinde Staatz intensiv an der Pflege und Erhaltung dieser besonderen Vegetation gearbeitet.

Doch im Frühjahr machte sich ein Manko dieses Untergrundes bemerkbar: Kalkstein ist porös. Baumwurzeln lockerten an einigen Stellen das oberflächliche Gestein. Während eines heftigen Regengusses kullerten nun einige Steine aus dem Südhang des Berges bis auf den davor vorbeiführenden Zufahrtsweg. Doch zum Glück, ohne Schaden zu verursachen.

Um schwerwiegende Schäden in Zukunft zu vermeiden, wurde zu allererst die Bergseite gesperrt und dann eine Besichtigung durch eine Fachfirma vorgenommen. Eine erste Schutzmaßnahme war die Abholzung der Baumvegetation am Südhang, um den Wurzeldruck auf das Gestein zu verringern, wie Förster Johann Kiessling berichtet. Die in diesem Hangbereich lockeren Steine wurden gesichert entfernt.

Um auch in Zukunft Beschädigungen zu verhindern, wird nun zwischen Schulgarten und Berghang eine rund 1,3 Meter hohe Schutzmauer gegen Steinschlag errichtet. Mit einer davor gepflanzten Hecke aus heimischem Laubholz wird sie dem Landschaftsbild angepasst.

Unsicherer Weg wurde durch neuen ersetzt

Auch der Aufgang zum Berg wurde bereits auf einen sicheren Weg verlegt. Entlang der Volksschule folgt er anschließend dem historischen Aufgang auf den Berg. Die bisherige und nicht mehr sichere Stiege wurde bereits entfernt. Die neue Wegführung wurde ausführlich beschildert. Sie zeigt den Weg sowohl ausgehend von Schlossplatz, als auch vom Café-Restaurant Klause über den Schlosskeller, an.