Staatz

Erstellt am 17. Juli 2016, 05:00

„Es ist wie ein Puzzelspiel“. Auf der Staatzer Felsenbühne wird geprobt. Orchester, Darsteller, Technik und Licht treffen aufeinander. „Das ist meine Lieblingswoche“, verrät Intendant Werner Auer.

Bei brütender Hitze wurde auf der Felsenbühne Staatz das Kampfgetümmel mit klirrenden Schwertern geprobt.  |  Fröschl-Wendt

Brütende Hitze liegt über der Felsenbühne Staatz – wie jedes Jahr, wenn sich die Proben für die aktuelle Produktion auf dem Höhepunkt befinden.

Trotzdem stecken die Darsteller in Lederwesten und langen Hosen. Für „Artus – Excalibur“ wird eine Schlacht geprobt – die Bösen gegen das Heer von König Artus – und die hat es in sich: Wild klirren die langen Schwerter, wenn Metall auf Metall trifft. Weil die Schwerter echt sind, ist eine exakte Choreographie der Kämpfe äußerst wichtig, damit es zu keinen Verletzungen kommt.

"Alles kommt wie ein Puzzelspiel zusammen"

Den ganzen Tag war seine Truppe heute schon fleißig, berichtet Intendant Werner Auer. Am Vormittag gab es eine erste Sitzprobe von 26 Darstellern und 21 Musikern. Bis jetzt haben alle allein geprobt. „Jetzt ist die Woche, in der alles wie ein Puzzlespiel zusammenkommt. Das ist immer meine Lieblingswoche“, schwärmt Auer. „Seit Mai proben die Musiker, die Darsteller seit Juni, nun muss alles aufeinander abgestimmt werden. Die Bühne, Auf- und Abgänge, die Kostüme und damit die Kostümwechsel.“

Mit Ende der Woche kommen dann auch die Technik und das Licht dazu. Auer macht es plötzlich ganz spannend: „Heuer sind wieder ein paar ganz besondere Effekte geplant, auch pyrotechnische.“ Mehr wird nicht verraten. Kann er auch noch nicht, einiges muss noch ausprobiert werden.

Orchester bekommt große Bühne

Auch Punkto Orchester wird es für die Zuseher eine große Überraschung geben: Die Musiker werden erstmals nicht in ihrem unterirdischen Orchestergraben verschwinden, in den sie aus bühnentechnischen Gründen vor einigen Jahren schon verbannt worden sind. Für sie wurde am linken Rand der großen Bühne während des Winters ein eigener, akustischer Orchesterraum gebaut. Mit einer großen Glasscheibe davor, dass die Musiker vom Publikum beobachtet werden können – falls die Zuseher ihre Augen von den Geschehnissen auf der Bühne überhaupt lösen können. „Eigentlich ist das auf vielfachen Wunsch unserer Gäste geschehen, das Orchester wieder sichtbar zu machen“, erzählt der Intendant.

Dann schließt er die Probe. Für heute sind alle erschöpft. Morgen geht es in alter Frische weiter. Auch bei Gluthitze. Denn die Premiere naht, am Freitag, den 22. Juli ist es so weit. Weitere Aufführungstermine sind online zu finden: www.felsenbuehne-staatz.at.