Erstellt am 19. Juni 2016, 05:00

von Ingrid Fröschl-Wendt

Stegreifkomödie "Don Pasquale": Neu, frech, innovativ. Die Stegreifkomödie "Don Pasquale" hat einige neue Darsteller und bindet das Publikum in die Aufführungen mit ein.

Die komische Oper „Don Pasquale“ verspricht dem Publikum viele Lacher. Bekannte und neue Darsteller stehen dazu auf der Kirchstettener Bühne.  |  NOEN, Stefan Häusler

Mit dem Schwerpunkt auf dem Italienischen Belcanto hat das Klassikfestival Kirchstetten nun für sich eine Lücke in der NÖ Sommerfestival-Landschaft gefunden und geschlossen.

Das ist Intendant Stephan Gartner umso wichtiger, als er im Vorjahr in das Theaterfest NÖ aufgenommen wurde. Ganz diesem Stil verpflichtet, steht heuer auf dem Programm die komische Oper „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti, die im Stil der italienischen Stegreifkomödie, der „comedia dell’arte“ gehalten ist. Sie erzählt von dem alternden, aber liebestollen Junggesellen Don Pasquale, der von der schönen Witwe Norina, seinem Neffen Ernesto und dem intriganten Dr. Malatesta an der Nase herumgeführt wird.

Eine weitere Kirchstettener Tradition ist die Besetzung der Rollen mit jungen, aber sorgfältig ausgesuchten Sängern: Als Don Pasquale kommt Leszek Solarski, der schon 2014 als Leporello in Mozarts Don Giovanni das Publikum begeisterte. Ebenfalls schon bekannt ist Mark Zimmermann, der die Rolle des Dr. Malatesta übernimmt. Er gab 2011 den Dr. Falke in der Fledermaus. Auch die Norina wird mit einer Bekannten besetzt: Rodica Vica war ebenfalls in Don Giovanni zu sehen, als stimmgewaltige Donna Anna. Neu, aber mit viel Belcanto-Erfahrung ist Milos Bulajic als Ernesto.

Das Orchester ist ebenfalls neu: Unter der Leitung des bewährten Kirchstettener Dirigenten Hooman Khalatbari spielen heuer erstmals „The Virtuosi Brunenses“, die sich aus Mitgliedern der Philharmonie Brünn und des Orchesters der Janacek-Oper zusammensetzen. Da dieses Orchester viel Erfahrung im Belcanto-Bereich hat, soll es in Zukunft zum fixen Opernorchester des Klassikfestivals werden. Fixer Bestandteil der Oper ist auch die enge Verbindung zum Publikum. Auch das will Regisseur Csaba Nemedi in der diesjährigen Produktion beibehalten und sie frech und innovativ in Szene setzen.